Open-Air-Saison beendet: Kino-Veranstalter zieht positive Bilanz
VON JUTTA LAEGE UND JUDITH CONRADY - zuletzt aktualisiert: 23.08.2010 - 10:5532 Mal "It must have been Love", "Bonnie & Clyde", "Goldfinger" und all die eingängigen Filmmusiken, die ankündigen, dass in diesem Moment die größte hydraulische Leinwand der Welt am Rheinufer wieder hochfährt.
Am Sonntag war Schluss für dieses Jahr. Und trotz mancher Wetterkapriolen zieht Frankenheim-Kino-Betreiber Sven Kukulies eine positive Bilanz. "Es war das drittbeste Jahr in den letzten 16 Jahren. Wir hatten etwa 55.000 Zuschauer." Besonders das veränderte Gastro-Angebot und der von den Wohnplanern neu konzipierte Ausschank links neben der Leinwand sei bei den Besuchern gut angekommen. "Wir haben's rund ums Kino noch mal attraktiver gemacht. Das haben die Leute angenommen."
Besonders schnell ausverkauft und damit die Renner in diesem Jahr waren "Sex and the City 2" und "Avatar". "Das hatten wir auch erwartet", sagt Kukulies. "Überrascht hat uns jedoch, dass gleich auf Platz drei 'Mamma Mia' folgte. Wir sind das einzige Open-Air-Kino, das den Film in drei aufeinanderfolgenden Jahren gezeigt hat. Ich glaube, da hat sich ein ganz spezieller Düsseldorfer Kinokult entwickelt."
Am filmischen Konzept wird sich im nächsten Jahr nichts ändern. "Wir werden ,Mamma Mia' zum Auftakt zeigen und dann eine gute Mischung aus anspruchsvollen Filmen, Kinderfilmen, Komödien und Blockbustern präsentieren." Verstärkt werde aber auch über den ersten 3D-Film im Frankenheim-Kino nachgedacht. Das hänge aber in erster Linie von der Finanzierung ab. Immerhin, so Kukulies, könne man mit den wesentlichen Sponsoren im nächsten Jahr wieder planen.
Daran, auch anspruchsvolle Filme zu zeigen und nicht nur Blockbuster, die ausverkaufte Kinoabende sichern, wollen die Veranstalter in jedem Fall festhalten. "Uns ist wichtig, Filmen, die eigentlich eher im Programmkino landen würden, hier eine ganz andere Plattform zu geben. Und Besuchern, die sich sonst eher Blockbuster anschauen, zu zeigen, was Kino noch alles sein kann", sagt Kukulies.
Schon eingeplant fürs nächste Jahr sind auch Produzent Jörg Schulze und Schauspieler Sebastian Blomberg. Die waren zur Vorpremiere des Filmes "Das letzte Schweigen" angereist und verließen das Kino erst um halb zwei mit den Worten: "Nächstes Jahr kommen wir mit der kompletten Crew."
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