FrankenheimKino: Open-Air-Kino startet mit Deutschland-Premiere
VON JUTTA LAEGE - zuletzt aktualisiert: 23.06.2011 - 02:30Düsseldorf (RP). Medienwirksam soll es losgehen – mit einer Deutschland-Premiere am 21. Juli. "Arschkalt" heißt die deutsche Tragik-Komödie mit Herbert Knaup, Johannes Allmayer und Elke Winkens in den Hauptrollen.
Die drei Schauspieler und auch der Regisseur des Films, André Erkau, haben zugesagt zu kommen. "Die Hotelzimmer sind schon gebucht", sagt Kino-Betreiber Sven Kukulies, der in diesem Jahr ein Jubiläum feiert. Zehn Jahre verantwortet er mit seiner Agentur die Filmnächte am Rhein. Und auf die anstehende Saison ist er besonders stolz. "Wir werden gleich vier Kino-Premieren im Programm haben", verrät er. "Damit sind wir in Deutschland das Premierenkino des Sommers."
Dass der Filmtitel des Auftaktfilmes ein schlechtes Omen für die Wetterlage sein könnte, nimmt er mit Humor. "Ich interpretiere das wie eine missratene Generalprobe beim Theater. Der vordergründig misslungene Titel des Films kann nur bedeuten, dass die Wetteraussichten fürs Kino gut werden."
Lage und Zahlen
Das Kino befindet sich unterhalb der Rheinterrasse am Robert-Lehr-Ufer direkt am Rhein. Es verfügt über die größte hydraulische Leinwand der Welt und bietet knapp 2100 Gästen Platz. Rund um die Kinoplätze wird es wieder verschiedene Gastronomiebereiche geben. Die Kinosaison dauert vom 21. Juli bis zum 21. August.
Seit 17 Jahren findet das Open-Air-Kino am Rhein inzwischen statt. "Wir sind stolz darauf, dass uns das Publikum und die Filmschaffenden der Republik die Treue halten und immer fest einplanen", sagt Kukulies. Und weil er den Geschmack der Düsseldorfer in all den Jahren einzuschätzen gelernt hat, geht an einem Film auch in dieser Saison kein Weg vorbei.
Ein Film, der in den vergangenen drei Jahren immer den Auftakt der Kinonächte gebildet hat, wegen der Deutschlandpremiere von "Arschkalt" aber ausnahmsweise einen Tag nach hinten geschoben wird: Am 22. Juli sind dann wieder alle "Dancing Queens" aufgerufen, für gute Stimmung im Kino zu sorgen. "Mamma Mia" steht wieder auf dem Programm. Und der Termin ist gut gewählt. Denn nicht nur die wunderbare "Donna" (alias Meryl Streep) und ihre Freundinnen lassen es mächtig krachen: Am selben Abend findet auf der anderen Seite des Rheins das große Kirmes-Feuerwerk statt.
Der Samstag, 23. Juli, ist den Liebhabern des französischen Films gewidmet. Und das sind spätestens seit "Willkommen bei der Sch'tis" eine ganze Menge. Der Kultregisseur des Sch'ti-Films, Dany Boon, hat nachgelegt. "Nichts zu verzollen" heißt seine bissig-romantische Komödie, in der der belgische Komiker Benoît Poelvoorde die Hauptrolle spielt. In Frankreich konnte der Film nahtlos an den Riesenerfolg seines Vorgängers anknüpfen und ist mit bisher zehn Millionen Besuchern der meist gesehene Kinofilm des laufenden Jahres. Sven Kukulies und sein Team arbeiten derzeit vor allem an den Feinabstimmungen für die Kinonächte. Und so viel sei vorab versprochen: "Wir starten mit einer Deutschland-Premiere und wir enden mit einer Deutschlandpremiere!" Dazwischen gibt es 30 Filme, die die ganze Bandbreite der Filmkunst abdecken. Das komplette Programm wird am kommenden Donnerstag vorgestellt. Einen Tag später startet der Vorverkauf. Die Kartenpreise bleiben stabil: elf Euro pro Karte (VVK, Gebühr inklusive).
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