Düsseldorf-Marathon: 10.000 Ausdauerkünstler erwartet
zuletzt aktualisiert: 02.05.2006 - 13:23Düsseldorf (dto). Guter Dinge biegen die Veranstalter des Düsseldorf-Marathons auf die Zielgerade ein: Noch vier Tage bis zum Startschuss der vierten Auflage des Laufspektakels, zu der mehr als 10.000 Aktive und 300.000 Zuschauer erwartet werden. Die Nachricht vom Verzicht des Spitzenläufers Carsten Eich sorgte am Dienstag zwar für Enttäuschung, der Zuversicht auf gute Zeiten und eine gelungene Veranstaltung schadete dies aber nicht. Eich muss passen, weil er an einer Herzmuskelentzündung laboriert.
Dafür sind mit Alan Bomfim Silva, Erverton Luduvice Morauis und Wellington Correia Fraga drei leistungsstarke Brasilianer dabei, die vermutlich mit den starken Deutschen Carsten Schütz (TV Wattenscheid), Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) und Embaye Hedrit (LG Braunschweig) um den Sieg rangeln werden. Auch das Frauen-Feld ist vorzüglich besetzt: Mit Luminita Zaituk (LG Braunschweig) ist die Vorjahressiegerin dabei, die in Düsseldorf Jahresbestzeit lief. Ihre Herausforderin ist Zhang Shujing - der persönliche Rekord der Chinesin ist mit 2:26 Stunden noch drei Minuten besser als der der 2005-Gewinnerin. "Das wird ein packendes Rennen. Zaituk kann davon ausgehen, dass sie nicht allein auf die Jagd nach der Bestzeit gehen wird", so Renndirektor Jan Winschermann.
Der Startschuss für die 42-Kilometer-Strecke fällt um 9.30 Uhr an der Rheinterrasse. Die Kinder starten dort bereits um 8.20 Uhr, die Einradfahrer um 8.40 Uhr und die Hand-Biker um 8.50 Uhr. Weite Teile der Strecke wurden gegenüber dem Vorjahr verändert. Zum einen, um den Ausdauerkünstlern entgegen zu kommen, zum anderen, um die Autofahrer zu entlasten. Für sie steht wieder eine Geduldsprobe an. "Das Mörsenbroicher Ei und die Kniebrücke werden am Veranstaltungstag diesmal zwar voll befahrbar sein", so die Veranstalter. Fest steht aber: Trotz Änderungen wird es zu Behinderungen kommen. Manche Bereiche werden völlig verkehrsfrei sein.
200 Polizisten stehen 1500 Freiwillige aus Sportvereinen zur Seite, die die Sportler mit 300.000 Bechern Elektrolyt-Getränken und 18.000 Bananen versorgen wollen.
Die Strecke wurde verbessert, sagen die Veranstalter. Sie soll weniger Behinderungen für den Straßenverkehr haben. Die Strecke soll durch die Änderungen zudem schneller und attraktiver für die Läufer werden. Die Lütticher Straße und die Rheinkniebrücke flogen raus. Der steile Aufstieg über die Brücke (einst der höchste Punkt der Strecke) sowie der fast publikumsfreie Teil zwischen Oberkassel und Lörick bleibt den Läufern erspart. Da werden die Marathonläufer erleichtert durchatmen.
Die Kö wird zweimal passiert, bei Kilometer 30 und 40. Unverändert gegenüber den Vorjahren sollen dagegen der Start- und Zielbereich bleiben. Der Startschuss wird wieder vor der Rheinterrasse abgefeuert. Der Zieleinlauf befindet sich am Mannesmannufer.
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