Randale nach Fußballspiel: 11 Fußball-Hooligans bekommen Anzeige
VON STEFAN KAUFMANN - zuletzt aktualisiert: 23.03.2009 - 20:33Düsseldorf (RPO). Gegen elf Fußball-Hooligans, die am Samstagabend nach dem Bundesligaspiel zwischen Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt in der Düsseldorfer Altstadt randaliert hatten, wurden Strafanzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch gestellt.
Bei Auseinandersetzungen rivalisierender Fan-Gruppen aus Frankfurt, Leverkusen und Düsseldorf auf der Straße und in Kneipen hatte die Polizei immer wieder eingreifen müssen, nur ein massives Aufgebot von mehr als 200 Beamten verhinderte schlimmeres. Die Polizei wurde von den Ausschreitungen nicht überrascht, hatte sich bereits auf einen Großkampftag eingestellt und war entsprechend aufgestellt.
Die szenekundigen Beamten, die mit den Fans ihrer jeweiligen Klubs vertraut sind und wissen, ob registrierte und gewaltbereite Hooligans mitreisen, hatten vor dem Gastspiel der Frankfurter gewarnt. „Die Partie galt als besonders brisant”, so ein Polizeisprecher. „Vor diesem Spiel hatte ich auch die meisten Magenschmerzen”, gesteht Frank Linde, Fan-Betreuer bei Bayer Leverkusen. 60 Fan-Busse aus Hessen seien nach Düsseldorf gekommen, dazu noch ein Sonderzug. „Wenn so viele unterwegs sind, dann kann das zum Problem werden”, sagt Linde. Zumindest nach dem Spiel, wenn die Fan-Massen durch die Altstadt ziehen.
Nicht zu unterschätzen sei auch die sportliche Situation. Ein frustrierendes Ergebnis auf dem Feld, Provokationen der gegnerischen Fans und schon kracht es. Das kann auch nach den nächsten Bayer-Spielen in der LTU-Arena passieren. Selbst wenn die Fans von Bremen, Karlsruhe, Bielefeld, Mönchengladbach und Mainz nicht so gefürchtet sind wie die Frankfurter.
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