Ex-Regierungsgebäude: 15-Millionen-Bau in Friedrichstadt
VON UWE REIMANN - zuletzt aktualisiert: 23.10.2010 - 12:14Düsseldorf (RPO). Im Januar ist die Totalsanierung des ehemaligen Regierungsgebäudes an der Elisabethstraße fertig. Die Beratungsgesellschaft Kerkhoff verlässt die Grafenberger Allee und zieht auf insgesamt 4000 Quadratmeter Fläche des Bau-Projektes E 11 am Kaiserteich.
13 Monate ist das ehemalige Ministeriumsgebäude an der Elisabethstraße innen und außen total saniert worden. 15 Millionen Euro hat das gesamte Projekt verschlungen, in das ein geschlossener Fonds als Besitzer der Immobilie große Hoffnungen setzt. Im Januar kommen die Gerüste und Planen weg, dann ist der neue Büro-Komplex von Hausnummer 5 bis 11 fertig und wird künftig "E 11 am Kaiserteich" heißen.
4000 der gesamten 10 000 Quadratmeter haben bereits einen Mieter: Das Gebäude wird Anfang 2011 der neue Standort von Kerkhoff Consulting. Das Beratungsunternehmen verlässt die Grafenberger Allee mit seinen Dependancen und zieht in die Friedrichstadt. Beraten wurden sie dabei von BNP Paribas Real Estate.
Das E 11 an der Elisabethstraße liegt zentral im Herzen der Landeshauptstadt in unmittelbarer Nähe der Königsallee, der Altstadt sowie des internationalen Geschäfts- und Bankenviertels. Es verfügt über eine Gesamtmietfläche von mehr als 10 000 Quadratmetern, verteilt auf sieben Geschosse sowie ein neu aufgesetztes Staffelgeschoss mit einer Dachterrasse und damit mit Ausblick auf die Innenstadt.
"Das Gebäude erfüllt für anspruchsvolle Büronutzer alle Qualitäten", sagt Christoph Meszelinsky, BNP-Niederlassungsleiter in Düsseldorf. Die Fassade hat noch größere Fenster- und Glasflächen erhalten. Im Inneren wurden alle Treppen neu konstruiert und eingebaut.
Das 1949 erbaute historische Gebäude war früher der Sitz des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport. In den Jahren 1953 bis 1961 regierten dort die ersten Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen. Nun hat das Gebäude nach der Komplett-Sanierung eine neue helle Sandsteinfassade.
"Die Elisabethstraße erfüllt unsere Ansprüche an eine zentrale Lage", sagt Gerd Kerkhoff, Gründer und Geschäftsführer von Kerkhoff Consulting. Meszelinsky sieht darin einen Trend: "Die Anmietung bestätigt den Trend renommierter Beratungsunternehmen, in die City umzusiedeln."
Kerkhoffs Zuzug in die City ist aber ein weiterer Verlust für das Büro-Areal an der Grafenberger Allee. Dort stehen die Eigentümer vor schweren Zeiten, denn viele der Komplexe müssen neue Mieter anlocken. Das ThyssenTradeCenter steht nach dem Weggang des Konzerns nach Essen leer, zudem hat sich die Metro auf ihren Campus zurückgezogen und macht viele Flächen, unter anderem in den Global-Gate-Gebäuden frei.
Erst vor wenigen Wochen hat das Wirtschaftsberatungsunternehmen RölfsPartner bekanntgegeben, demnächst von der Grafenberger Allee an die Cecilienallee zu ziehen. Mit dem Kerkhoff-Weggang ist das der nächste große Verlust für das Areal zwischen Flingern und Düsseltal. Die dort frei werdenden Flächen müssen nach Meinung vieler Immobilienexperten für die neuen Mieter angepasst und verändert werden.
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