Kranhersteller Gottwald: 150 Mitarbeiter müssen gehen
VON THOMAS REISENER - zuletzt aktualisiert: 08.07.2009 - 10:30Düsseldorf (RPO). 150 der 800 Gottwald-Mitarbeiter haben bei dem Düsseldorfer Kranhersteller keine Zukunft mehr. Wie unsere Redaktion gestern aus Unternehmenskreisen erfuhr, wird die Unternehmensleitung die 150 Betroffenen heute gegen Mittag auf einer Informationsveranstaltung vor die Wahl stellen, entweder eine betriebsbedingte Kündigung zu akzeptieren oder in eine Transfergesellschaft zu wechseln.
Die Transfergesellschaft soll die Mitarbeiter ein paar Monate lang fit für die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz machen.
Insgesamt baut die Düsseldorfer Traditionsfirma, die inzwischen zur börsennotierten Demag Cranes gehört, 220 Stellen ab. Weitere 30 sollen abgebaut werden, wenn der Konjunkturverlauf sich nicht zeitnah aufhellt. Die 70 bis 100 weiteren Stellen sollen über natürliche Fluktuation und Altersteilzeit abgebaut werden.
Der Kran- und Hebezeug-Spezialist musste im zweiten Quartal einen Auftragsrückgang um über 40 Prozent hinnehmen. 200 Leiharbeiter wurden bei Gottwald bereits nach Hause geschickt, große Teile der Belegschaft sind in Kurzarbeit. Die Sparten Hafenkräne und Industriekräne werden von der Wirtschaftskrise besonders hart getroffen.
In diesen Segmenten sind haben sich die Auftragseingänge sogar halbiert. Seit dem 1. Mai ist Aloysius Rauen neuer Vorstandschef von Demag Cranes. Er war zuletzt Vorsitzender der Geschäftsführung der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH. Vorgänger Harald Joos hatte vorzeitig Ende März seinen Posten geräumt.
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