Düsseldorfer Architekturbüro: 35 Parkhäuser für Moskau
VON MICHAEL BROCKERHOFF UND WOLFGANG BERNEY - zuletzt aktualisiert: 26.11.2009 - 08:05Düsseldorf (RPO). Das Architekturbüro RKW hat einen Vertrag mit der russischen Hauptstadt im Rahmen der Wirtschaftstage in Düsseldorf unterzeichnet. OB Elbers lobt die lebendige Partnerschaft.
Moskau bekommt Unterstützung von Düsseldorf für die Stadtentwicklung. Das Düsseldorfer Architekturbüro RKW wird in der russischen Hauptstadt 35 Parkhäuser bauen. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten im Rahmen der 5. Moskauer Wirtschaftstage Moskaus stellvertretender Baudirektor Bekir Dewletow und der Geschäftsführende Gesellschafter von RKW, Johannes Ringel.
Die Boomstadt Moskau hat angesichts des ständig wachsenden Verkehrs einen riesigen Bedarf an Parkplätzen. Sogar eine Tiefgarage unter der Moskwa ist geplant. "Wir planen keine Parkhäuser von der Stange, sondern gestalten sie individuell und beachten dabei den Charakter des Viertels und der Nachbarschaft", sagte Ringel unserer Redaktion.
Die einzelnen Parkhäuser würden in der Regel zwischen 300 und 500 Stellplätze haben. Moskau wählte RKW zum Partner, weil das Büro Erfahrungen im Bau von Parkhäusern in Innenstädten hat. So bekam der Garagenbau in Leipzig den sächsischen Staatspreis für die elegante Gestaltung und gute Einbindung in das Stadtbild.
Preiswertes Angebot
Diese Projekte hatte Ringel der Moskauer Stadtspitze bereits bei den Wirtschaftstagen im April in der russischen Metropole vorgestellt. Ausschlaggebend für den Vertragsabschluss war auch, dass RKW ein eigenes Büro in Moskau unterhält und die Stadt kennt, und nicht zuletzt der Preis. "Im Durchschnitt kostet ein Stellplatz derzeit bei uns 350 000 Rubel (rund 8000 Euro). Das Angebot unserer Düsseldorfer Partner liegt weit darunter", erklärte Juri Rosljak, Vize-Oberbürgermeister von Moskau und Leiter der Moskauer Delegation.
Den Vertragsabschluss halten Rosljak und Düsseldorfs OB Dirk Elbers für den Beweis der hervorragenden Zusammenarbeit. Es würden durch den Bau der Parkhäuser Arbeitsplätze in beiden Städten gesichert. "Unsere Partnerschaft mit Moskau ist die lebendigste, die wir pflegen", sagte Elbers. Und das große Interesse der Wirtschaft am russischen Markt werde schon durch die hohe Teilnehmerzahl am Kongress deutlich. Neben den Wirtschaftsbeziehungen sei der Kulturaustausch intensiver geworden, sagte Elbers und wies auf "die regelmäßigen Ausstellungen hier und dort und den Austausch von Künstlern" hin. Auch in Sachen Sport lernen die Städte voneinander. So besuchten die Russen den ISS Dome (Architekten RKW) und waren von der Eishockey-Arena beeindruckt.
Rosljak bedankte sich für die guten Beziehungen. "Wir werden nie vergessen, was Düsseldorf für Moskau getan hat, als es uns schlecht ging – etwa die große Hilfe für unsere Kinderkliniken und Kindergärten in den 90er Jahren."
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.





