"Landschaft & Architektur in Düsseldorf": 36 Bilder von Kunststudenten unterm Hammer
VON MAIKE SCHULTE - zuletzt aktualisiert: 13.01.2005 - 13:55Düsseldorf (dto). Im vergangenen Jahr kamen fast 32.000 Euro zusammen, in diesem Jahr hofft Auktionator Karl-Heinz Theisen auf die Rekordsumme von 40.000 Euro, wenn am Sonntag im Plenarsaal des Rathauses wieder Bilder von Akademie-Studenten unter den Hammer kommen. Jeder kann mitbieten, Mindesteinsatz: 50 Euro. Die 36 Bilder in Öl oder Acryl zeigen Motive aus Düsseldorf, Historisches wie den Tritonenbrunnen, Typisches wie die Kö oder Modernes wie das Flughafenterminal. Der Erlös kommt zu 90 Prozent dem Künstlernachwuchs zugute, zehn Prozent gehen an eine private Kindertagesstätte.
Die Versteigerung der Studentenwerke hat mittlerweile Tradition. Seit sechs Jahren lädt die Agentur RheinLust zusammen mit Sponsor Schlösser zur Wohltätigkeitsauktion. Zur Premiere verzichtete man noch auf ein vorgegebenes Thema. „Das kam jedoch nicht so gut an“, so Gabriela Maria Picariello von RheinLust. Seitdem malt der künstlerische Nachwuchs jedes Jahr zu einem Düsseldorfer Thema, in diesem Jahr lautete die Vorgabe „Landschaft & Architektur“.
20 Bilder kamen bislang jedes Jahr unter den Hammer, übrig blieb keins. Nicht nur im Publikum, auch bei den Studenten ist das Interesse groß, so dass man in diesem Jahr die Teilnehmerzahl auf 30 erhöhte. „Schon im Oktober gab es die ersten Anfragen nach Leinwänden“, erklärt Hubertus Neuerburg von der Kunstakademie. Zusätzliche sechs Studenten nehmen nun auf eigene Kosten teil. Rund 400 Besucher und ein großer Teil der Studenten werden zur Versteigerung, die erstmals unter Schirmherrschaft von OB Joachim Erwin stattfindet, erwartet. „Wir wollen den Künstlernachwuchs der Öffentlichkeit vorstellen“, erläutert Auktionator und Heine-Kreis-Chef Theisen den Hintergrund der Aktion, „denn der hat in Düsseldorf keine Lobby.“
Neben traditionellen und typischen Motiven der Landeshauptstadt – alle im Format 80 x 100 Zentimeter – kommen noch eine Beuys-Zeichnung und zwei handsignierte Immendorff-Grafiken unter den Hammer, eine davon wird für die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien versteigert. Zehn Prozent des Gesamterlöses gehen an „Pünktchen und Anton“, eine private Kindertagestätte, die mit dem Geld ein Kunstprojekt realisieren will. Im Hof soll ein Trauerfahnengarten enstehen, im Gedenken an die von der Flutkatastrophe betroffenen Länder.
Neujahrsversteigerung im Rathaus, 16. Januar, 16 Uhr
Vorbesichtigung der Bilder ab 13 Uhr, Mindestgebot 50 Euro, nur Barzahlung
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