Düsseldorf: 52 Parks stehen unter Denkmalschutz
zuletzt aktualisiert: 05.11.2009 - 08:02Düsseldorf (RPO). Rund ein Drittel der 960 Hektar Düsseldorfer Parkflächen ist nicht gewöhnliches Grün zur Erholung. Die Parks sind sorgfältig gestaltete Gartenanlagen und stehen deshalb unter Denkmalschutz. Für diese Gartendenkmalpflege ist seit 20 Jahren das Gartenamt zuständig.
"Dort ist die Denkmalpflege gut aufgehoben, denn die Gärtner wissen am besten, wie der Schutz der Natur mit den Anforderungen des Gartenkunstwerks in Einklang gebracht werden kann", erklärt Umweltdezernentin Helga Stulgies.
Voraussetzung sind die historischen Forschungen, die in erster Linie Denkmalpfleger Claus Lange betreibt. "Wir haben das Karten- und Dokumentationsmaterial archiviert und geordnet und können es den Planungen zugrunde legen", sagt der Fachmann.
Der Hofgarten hat davon ebenso profitiert wie der Benrather Schlosspark, der Nordfriedhof oder der Ostpark. Denn für sie haben Gartenarchitekten so genannte Pflegewerke erarbeitet, die festlegen, welche historischen Strukturen zu erhalten sind. So werden zum Beispiel im Wald des Schlossparks Benrath die Bäume geschnitten, immer dort, wo es möglich ist. So bleibt der Rasen unter ihnen grün. Das Weyhe-Denkmal im Hofgarten wurde mit einem Zaun eingefasst, damit der Platz ansehnlicher ist.
3,5 Millionen Euro für Pflege
Die gezielte Pflege und Gestaltung der insgesamt 52 geschützten Parks geht weiter. Bis 2015 sollen für alle wichtigen Anlagen Pflegewerke erstellt sein, insgesamt gibt die Stadt dafür 3,5 Millionen Euro aus. Aktuelle Projekte sind der Spee'sche Graben, in dem ab 2010 die Mauern der Bastion vom wuchernden Grün befreit werden sollen.
Oder der Florapark, in dem stark wuchernde Eiben und Ilexbäume zurückgeschnitten und Eingänge neu angelegt werden. "Wir haben uns inzwischen auch mit den Bürgern abgestimmt", erklärt Lange. Die hatten einen Kahlschlag befürchtet, als die ersten Bäume gestutzt wurden. "Wir wollen künftig Bürger frühzeitig überzeugen, dass Wildwuchs in den Parks beseitigt werden muss", sagt Stulgies. Mehr noch: Die Parks sollten künftig erst gar nicht durch falsche Pflege verwildern, ergänzt Gartenamtsleiter Manfred Krick: "Mit Parkpflegewerken ist das leichter geworden."
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