Selbstmord nicht ausgeschlossen: 76-Jähriger stirbt unter Straßenbahn
zuletzt aktualisiert: 19.01.2009 - 20:04Bei der Kollision mit einem Rheinbahnzug der Linie 712 wurde heute Nachmittag in Rath ein 76-jähriger Düsseldorfer getötet. Nach den ersten Ermittlungen kann die Polizei einen Selbstmord nicht ausschließen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang, auch unter Beteiligung eines Sachverständigen, dauern an.
Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Mann bei der Kollision unter dem ersten Fahrgestell der Straßenbahn eingeklemmt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der technischen Dienste konnten dem Mann nicht mehr helfen. Die 46-jährige Tram-Fahrerin erlitt einen Schock und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.
Um die Leiche zu bergen, wurde die Straßenbahn mit hydraulischen Rettungsgeräten angehoben. Die Reichswaldallee musste etwa eine Stunde für den Autoverkehr gesperrt werden, wobei es zu einigen Behinderungen kam. Der Straßenbahnverkehr war für die Dauer von 90 Minuten eingeschränkt. Die Rheinbahn setzte Ersatzbusse ein.
Der 76-Jährige war wohl um 15.25 Uhr zu Fuß auf der Reichswaldallee unterwegs gewesen. Zwischen der Liliencronstraße und dem Hirschweg trat er laut Polizeiangaben plötzlich und ohne ersichtlichen Grund von der Fahrbahnseite aus auf das Straßenbahngleis. Dort wurde er von dem Zug, der in Richtung Innenstadt fuhr, erfasst.
Ebenfalls in Rath, nur wenige Haltestellen entfernt, war im Oktober der 14-jährige Schüler Youssef R. gestorben, als er von einer Straßenbahn erfasst wurde.
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