Hunderte Nackte in Düsseldorf: ...
850 Frauen und Männer ...
... haben sich am Sonntag in Düsseldorf ...
... für den US-Fotografen Spencer Tunick ausgezogen.
Die Aktion ist Teil der Quadriennale06, des Düsseldorfer Kunstjahres.
Pünktlich um sechs Uhr entblätterten sich die Frauen und Männer und schufen auf Anweisung des 38-Jährigen im Ehrenhof eine meterhohe Körperskulptur.
Seit 1992 fotografiert Tunick weltweit Nackte im öffentlichen Raum.
Das erste Kunstjahr, das die Stadt in vierjährigem Turnus ausgerufen hat, dreht sich rund ums Thema „Körper“.
Für die meterhohe Menschen-Skulptur war extra eine Art Tribüne gebaut worden.
Auf Anweisung des Künstler bestiegen die menschlichen Kunst-Objekte die Konstruktion.
Und dann hieß es: Position einnehmen.
Der Künstler hatte genaue Vorstellungen, wer sich wo positionieren sollte.
Über mangelndes Interesse konnte sich der in Middletown (New York) geborene Künstler bislang nie beklagen. Er rief, und die Nackten kamen freiwillig in Scharen. 50.000 Menschen meldeten sich bislang weltweit von Ecuador bis Ägypten für seine Installationen an. Nicht immer zur Freude der Behörden.
Fünf Mal wurde Tunick in Manhattan festgenommen, zweimal landete er wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses hinter Gitter.
Und dann bitte: umdrehen.
Schließlich wollte der Künstler das Ganze auch noch einmal von hinten haben.
Danach sollten sich die Teilnehmer auf der Konstruktion auch noch hinlegen.
Immer wieder arrangierte Tunick neu.
Und jetzt bitte alle eine Hand heben.
Tunick lotste die Teilnehmer später auf die Gehwege des Parks nahe der Tonhalle.
Dort inszenierte er noch weitere Kunstwerke und machte Aufnahmen.
Der Meister legte natürlich auch selbst Hand an, ...
... um seinen menschlichen Objekte klar zu machen, was er von ihnen erwartet.
Auf dem kalten Boden zu liegen, war sicher kein Vergnügen für die Teilnehmer.
Gegen halb neun ließ Tunick seine Nackten sogar auf Bäume klettern.
Zum Schluss ging's ins Museum: Tunick inszenierte Nackte im Rubenssaal des Düsseldorfer museum kunst palast.