Streik in der Innenstadt: 9.000 Angestellte gehen auf die Straße
zuletzt aktualisiert: 27.02.2009 - 14:39Der DGB hatte die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu der Großdemonstration am Freitag aufgerufen. Lehrer, Polizisten, Krankenschwestern, Feuerwehrleute und Finanzbeamte aus ganz NRW kamen in die Landeshauptstadt und forderten vor der Fortsetzung der Tarifverhandlungen am Wochenende acht Prozent mehr Lohn.
Auch in anderen Städten kam es zu kleineren Streikaktionen. So rechnete die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor dem Streik damit, dass 2.000 angestellte Lehrer vorübergehend in den Ausstand gehen würden. Nach Aussage des Schulministeriums kam es aber nicht zu Unterrichtsausfall, da verbeamtete Lehrer die Kollegen vertraten.
Nach Angaben der Polizei zogen die rund 9.000 Teilnehmer friedlich durch die Innenstadt. Dort kam es durch den Demonstrationszug zu "unvermeidlichen" Verkehrsbehinderungen.
Die Grünen unterstützten die Proteste der Landesdiener. "Die Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst des Landes dürfen nicht weiter von der allgemeinen Einkommens- und Preisentwicklung abgekoppelt werden", sagte Grünen-Landeschefin Daniela Schneckenburger. "Die Beamten haben in den vergangenen Jahren Einschnitte deutlich zu spüren bekommen." Das stelle gerade kleine Besoldungs- und Einkommensgruppen vor wachsende Probleme.
Mitte Februar war in Potsdam die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die rund 700.000 Beschäftigten der Bundesländer (außer Hessen und Berlin) ergebnislos vertagt worden. Die Verhandlungen sollen am Wochenende (28. Februar und 1. März) in Potsdam fortgesetzt werden. NRW-Finanzminister Helmut Linssen (CDU) ist Mitglied der Verhandlungskommission der Länder-Arbeitgeber.
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