Guter Start ins Weihnachtsgeschäft: Abends stressfrei eingekauft
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 27.11.2006 - 08:29Düsseldorf (RPO). Die großen Häuser, die jetzt erstmals bis 22 Uhr geöffnet hatten, sehen sich bestätigt: Nach 20 Uhr wurde es zwar deutlich ruhiger, aber es kamen kaufbereite Kunden - und legten Geld aus. Guter Start ins Weihnachtsgeschäft.
Premiere in Düsseldorf: Am ersten der vier letzten Samstage vor Weihnachten waren einige Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet. Fazit vorweg: Alle sind mit dem Umsatz sehr zufrieden und wollen nun überlegen, wie man solche „Dienstleistungstage“ zur Dauereinrichtung machen kann.
Samstag, 18 Uhr in der City. Auf den Straßen herrscht dichtes Geschiebe und Gedränge. Viele Menschen sind unterwegs, die meisten schleppen mehr oder weniger große Tüten. Eindeutig: Das Weihnachtsgeschäft hat begonnen. Gern nutzt man die Weihnachtsmärkte, vor allem, um nach erfolgreichem Zug durch die Läden bei Glühwein, Poffertjes und Reibekuchen zu entspannen. Diesmal jedoch leert sich die Stadt nicht gegen 20 Uhr - vielen ist offenbar bewusst, dass sie im Carschhaus, Kaufhof Kö und Berliner Allee, C&A, Karstadt, Saturn, P&C, Ansons und einigen anderen noch weiter einkaufen können.
Nach 20 Uhr: Es wird deutlich ruhiger an der Kö, der Schadowstraße und in der Altstadt. Aber nicht nur die Weihnachtsmärkte ziehen weiter Besucher an. Wie Leuchttürme zwischen den größtenteils geschlossenen Geschäften locken die offenen und hell erleuchteten großen Kaufhäuser.
In keinem der Häuser ist Hochbetrieb, aber es ist noch lebhaft genug. Jedenfalls gibt es keine gelangweilten Verkäufer - offensichtlich nutzen viele ganz bewusst die Zeit, um in aller Ruhe auszusuchen. Oder sich beraten zu lassen: Ganze Familien belagern z.B. bei Saturn an der Kö die Abteilung mit den riesigen TV-Schirmen und lauschen dem, was das Fachpersonal zu digitaler Technik, LCD- oder Plasmaschirmen zu sagen hat. Geschäftsführer Dirk Henckel: „Das hat deutlich angezogen, wir hatten bis 22 Uhr eine hohe Frequenz!“
Auffallend viele haben in den Kaufhäusern Spielzeug gekauft - aus gutem Grund: Wer Kinder hat, die sich das Neueste von Lego, Playmobil oder Polly Pocket wünschen, der weiß, dass bestimmte Stücke kurz vorm Fest ausverkauft sind. Wer so was rechtzeitig kauft, erspart sich Stress und Frust.
Die Geschäftsführer der großen Häuser bestätigen später den Eindruck: Ulrich von Malotki (Kaufhof Kö) bilanziert, man habe den vergleichbaren Samstag des Vorjahres deutlich überrundet, viele auswärtige Kunden seien im Haus gewesen. Die Stunden 20 bis 22 Uhr hätten zusätzlichen Umsatz gebracht. Das bestätigt auch sein Kollege Thomas Bauhüs vom Carschhaus: „Dieser Umsatz kam oben drauf!“ Christof Sattler (Karstadt Schadowstrasse) schließt sich dem an. Er hat beobachtet, dass die Kunden es genossen, stressfrei einzukaufen. Diesen Eindruck hatte auch Detlef Berg (Kaufhof Berliner Allee): „Viele sind gezielt abends gekommen, um dem Trubel zu entgehen.“
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