Weihnachtsgeschäft: Advent bringt eine Milliarde
VON MATTHIAS ROSCHER - zuletzt aktualisiert: 29.11.2007 - 08:41Düsseldorf (RPO). Das Weihnachtsgeschäft geht in die heiße Phase: Der Einzelhandel ist „guten Mutes“. Bisher sind 1200 Busse angemeldet. Vielen auswärtigen Gästen ist die Einkaufsstadt Düsseldorf auch eine Übernachtung wert.
Die Regale und Lager sind prall gefüllt, und die Stimmung im Einzelhandel ist so gut wie lange nicht mehr. „Wir fürchten uns nicht und sind guten Mustes, dass wir das Vorjahresergebnis wieder erreichen werden“, sagt die Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes, Waltraud Loose. Dirk Henckel, dem Sprecher der Düsseldorfer Händler, ist das nicht genug: „Das Geschäft muss brummen. „Für das angelaufene Weihnachtsgeschäft rechnet der Düsseldorfer Einzelhandel mit einem Umsatz von 815 Millionen Euro. Dies entspräche dem Ergebnis für November und Dezember 2006 und wäre schon deshalb ein Erfolg, weil manch einer Ende 2006 seine Einkäufe in Erwartung der Mehrwertsteuer-Erhöhung vorgezogen hatte.
Marco Lippert, der Sprecher der Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH (DMT), ist überzeugt, dass in Düsseldorf unter Einschluss von Gastronomie, Hotellerie und Weihnachtsmärkten sogar eine Milliarde Euro eingenommen werden könnten. Die Bedingungen dafür sind glänzend: Bis zum Samstag sind Gehälter und Weihnachtsgeld ausgezahlt, der verkaufsoffene Sonntag (13 bis 18 Uhr) berechtigt ebenfalls zu großen Hoffnungen. Henckel erinnert sich: „Schon die offenen Sonntage im Oktober und November liefen sehr gut.“
Die DMT erwartet bis zum 23. Dezember sieben Millionen Besucher. Bisher liegen die Anmeldungen für mehr als 1200 Busse vor - 718 allein aus den Niederlanden und 78 aus England. Tendenz steigend. Der Düsseldorf-Mix aus Weihnachtsmarkt und Shopping zieht auch jene verstärkt an, die sich in der Stadt mit ihrem breiten Angebot mehr als nur einen schönen Tag machen wollen.
Lippert bemüht zum Beweis die Statistik: 2003 wurden 156000 Übernachtungen gezählt, 2006 waren es 225000. Das ist ein Plus von 45 Prozent innerhalb von drei Jahren. Altstadt der vorweihnachtliche Lichterglanz wurde um Graben- und Mittelstraße erweitert. Frank Hermsen von der Alstadtgemeinschaft meldet die Anschaffung von fünf neuen großen Radschlägern mit energiesparender Lichttechnik. 60000 Euro wenden die Händler der Altstadt für die Beleuchtung auf. Ihr Sprecher Dirk Schaper freut sich, dass jetzt auch die „Leute in der Bastion-, Wall- und Bilker Straße in die Pötte gekommen sind“.
Königsallee „Die gute alte Glühbirne mit ihrem warmen Licht ist für die Kö noch die beste Lösung“, sagt Claus Franzen von der Kö-Interessensgemeinschaft. Allerdings werde südlich der Graf-Adolf-Straße bereits ein Baum mit LED-Licht getestet. 80000 Euro geben die Händler in diesem Jahr für die Kö-Beleuchtung aus.
Schadowstraße Der City-Ring verkauft wieder seinen gebackenen, „essbaren City-Ring“. Im vergangenen Jahr kamen dabei 5000 Euro für die Kinderkrebsklinik herum. Dieses Mal geht der Erlös an die Aktion „Tribute to Bambi“, berichtet René Dörnenburg. In den Geschäften und Schaufenstern stehen von den Kindergärten wunderschön geschmückte Weihnachtsbäume.
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