Foto: rpo, Johannes Bornewasser
Mit verschiedenen Kundgebungen in Düsseldorf haben Ärzte aus Nordrhein-Westfalen im April gegen die seit Januar geltende Honorar-Reform demonstriert.
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Die Mediziner versammelten sich unter anderem auf dem Schadowplatz.
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Auch Dr. Ingeborg Dorn-Schomburg (Mitte) war mit zwei Mitarbeiterinnen (r.) vor Ort. Die Allgemeinmedizinerin mit Praxis in Düsseldorf-Heerdt protestiert gegen die Honorar-Reform und gegen die neue E-Card, auf der künftig Patientendaten gespeichert werden sollen.
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Laut Ärztebund NRW fließen nur noch rund 15 Prozent der gesetzlichen Kassenbeiträge in dei gesamte ambulante Versorgung der Bürger.
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Zudem werde die freie Ärztewahl eingeschränkt, kritisierten die Demonstranten.
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Ihren Unmut über die Reform äußerten die Ärzte und ihre Mitarbeiter mit großen Plakaten.
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Dr. Arnold Schüller, zweiter Vorsitzender des Ärztebundes NRW, rechnete die Änderungen durch die Reform vor.
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Laut Schüller würden die Krankenkassen für die Aufrichtung eines gebrochenen Nasenbeins 12,80 Euro zahlen. Eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse sei demnach noch 8,40 Euro wert. „Das ist einfach zu wenig, um nicht auf Masse zu behandeln und sich für jeden Patienten individuell Zeit nehmen zu können.“
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Die Ärzte forderten mehr Transparenz im Abrechnungssystem und eine gerechtere Verteilung der Gelder. Zudem wurde Stellung gegen die politisch gewollten Versorgungszentren bezogen. Dort sollen künftig bis zu 20 Ärzte gleichzeitig arbeiten.
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Die E-Card vertrage sich nicht mit der ärztlichen Schweigepflicht, kritisierten die Mediziner.
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Zudem sei die Therapiefreiheit durch die Vorgaben der Politik zu stark eingeengt.
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Bei einem Becher Kaffee schwörten sich die Ärzte ein und zogen nach ihrer Protestkundgebung auf dem Schadowplatz zur AOK-Zentrale an der Kasernenstraße.