Werk der Professoren: Akademie-Galerie
zuletzt aktualisiert: 20.03.2006 - 17:23Düsseldorf (dto). Seit Februar 2005 setzt ein neu erschlossener Ausstellungsort frische Akzente in der Düsseldorfer Kunstlandschaft: die Akademie-Galerie. Keine kommerzielle Kunstgalerie, sondern das neue Forum der Kunstakademie, das sich hauptsächlich dem Werk ihrer Professoren widmet. Mitten in der Düsseldorfer Altstadt gelegen, verfügt die Akademie mit ihrer eigenen Galerie nun über Räumlichkeiten, in denen sie sich auf völlig neue Weise der Öffentlichkeit präsentieren kann.
Mit dem in Deutschland einmaligen Ausstellungshaus will Düsseldorf an die verschollene Tradition von Akademie-Galerien vergangener Jahrhunderte anknüpfen. Dem Professoren-Pantheon stehen rund 625 Quadratmeter Ausstellungsfläche mietfrei zur Verfügung. Die Stadt Düsseldorf und das Land Nordrhein-Westfalen finanzieren die Galerie mit etwa 1,5 Millionen Euro. Sitz des neuen Instituts für Bildende Kunst ist das historische Gebäude Burgplatz 1, das einst als Kunstgewerbeschule und später als Verwaltungsgebäude diente. Zuletzt war hier das Bürgerbüro Innenstadt untergebracht, das im Herbst 2003 in das Dienstleistungszentrum am Hauptbahnhof umzog.
Neben den hier zum Sommer- und Wintersemester regelmäßig wechselnden Ausstellungen widmet man sich aber auch einer drängenden Aufgabe: der systematischen Sammlung von Werken der Kunstakademie-Professoren und ausgewählter erfolgreicher Schüler, als lebendiges und wachsendes Gedächtnis der renommierten Institution. Die Akademie-Galerie will so für intensive Begegnungen mit dem umfangreichen Werk der prominenten Lehrkräfte sorgen. Ein Anspruch, der bereits im Juni mit der Eröffnung einer umfassenden Ewald Mataré-Retrospektive verwirklicht wurde.
Ein Anspruch, der auch viel Unterstützung durch Sammlungs-Stiftungen erfährt: Die zahlreichen bereits zur Verfügung gestellten Werke wurden so in einer ersten Bestandsaufnahme im Oktober 2005 gezeigt. Auch die weiteren angekündigten Schenkungen machen klar, daß die Akademie-Galerie schon bald ihrer wichtigen Doppelrolle mehr als gerecht werden wird – als lebendige Momentaufnahme und als bewegtes Archiv einer der bedeutendsten Institutionen Düsseldorfs.
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