Umbau bis 2013: Altstadt verändert ihr Gesicht
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 14.11.2008 - 07:53Düsseldorf (RPO). Bis 2013 werden zwischen Heinrich-Heine-Alle und Rheinufer markante Gebäude umgebaut, durch neue ersetzt oder ergänzt. Wohnen ist dabei ein wichtiges Thema. Der Planungsdezernent will „eine Renaissance der Innenstadt“.
In. der nördlichen Altstadt wird in den nächsten Jahren ein ganzes Viertel seinen Charakter verändern. Zum Positiven, ist sich Planungsdezernent Gregor Bonin sicher. In dem Bereich zwischen Oberkasseler Brücke, Andreasstraße und Rheinufer werden bis 2013 markante Denkmäler im Inneren umgebaut und neuer Nutzung zugeführt, Nachkriegshäuser abgerissen und durch moderne Gebäude ersetzt, Baulücken geschlossen. Eines der Ziele ist Wohnungsbau. Bonin rechnet mit einer „Renaissance der Innenstadt“: „Nicht nur junge Leute zieht es in die Stadt, auch Ältere kehren aus dem Umland zurück.“ Mit den anstehenden Projekten werde ein neues Altstadt-Gefühl entstehen: „Es ist eben nicht nur die längste Theke der Welt, sondern auch ein Ort, an dem gelebt wird.“
1. Stadthaus In dem denkmalgeschützten Gebäude (Baujahr 1622 bis 1629) zwischen Mühlen- und Andreasstraße waren zuletzt städtische Behörden untergebracht. Die Derag-Gruppe will es bis 2010 zu einem Hotel und Boardinghaus mit 312 Betten und einer Geschossfläche von 10 000 m2 umbauen. Die Fassade zur Straßenseite bleibt erhalten, Wappensaal sowie Mahn- und Gedenkstätte auch. Start: 2009.
2. Amts- und Landgericht Wenn 2009 das Justizzentrum in Oberbilk fertig ist, wird der Komplex zwischen Mühlen- und Ratinger Straße frei. Frankonia plant auf 80 000 m2 Geschossfläche bis 2012 das „Andreasquartier“, einen Mix aus Nobel-Hotel und Luxus-Wohnungen. Das Hotel soll in das 1913 errichtete Baudenkmal an der Mühlenstraße einziehen, die Wohnungen sind in Neubau-Riegeln dahinter vorgesehen, außerdem Büros sowie Läden und Gastronomie. Einer der beiden parkähnlichen Innenhöfe bleibt öffentlich zugänglich. Start: 2010. 3. Zürich-Haus Das markante Eckgebäude an der Heine-Allee, das zwischen 1950 und 1957 entstand, soll Anfang 2009 abgerissen werden. Bis 2010 will der Investor NPC ein vier- bis siebengeschossiges Bürogebäude mit 3700 m2 Geschossfläche errichten. Die Galerie Mayer zieht wieder ins Erdgeschoss ein.
4. Theresienhospital Der Investor Vivacon plant, das zuletzt als Altenheim der Ordensschwestern der Töchter vom Heiligen Kreuz genutzte Baudenkmal zu einem Wohngebäude umzubauen. Unter dem Namen „Schlossufer Residenz Düsseldorf“ sollen auf 9300 m2 Geschossfläche 32 Luxuswohnungen im Haupthaus, neun weitere in einem Neubau entstehen. Die Bezirksvertretung hat das geplante Tonnendach kritisiert. Der Start des Umbaus steht noch nicht fest.
5. Erweiterung K20, Bürgersaal Fast fertig ist das Eckgebäude an der Ratinger Straße, mit dem eine Baulücke geschlossen wird. Im Erdgeschoss wird ab Mai der 500 m2 große Henkel-Saal Brauchtumsvereinen eine neue Heimat sein. Oben sind Büros vorgesehen. Außerdem wird zurzeit an der Erweiterung des Kunstmuseums K 20 gebaut. Sie soll im Herbst 2009 fertig sein.
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