Kulturfestival vom 16. September bis 3. Oktober: Altstadtherbst macht die Stadt wieder bunt
zuletzt aktualisiert: 16.07.2004 - 13:55Düsseldorf (dto). Chansons, Alphornklänge, Avantgarde-Zirkus, Varieté, Swing und Hip-Hop - der Herbst wird in diesem Jahr wieder bunt, aufregend und spektakulär. In Mitten des Trubels der Altstadt versorgt vom 16. September bis 3. Oktober wieder eine Gegentheke Kulturkungrige mit jeder Menge Musik und Tanz. Dann beginnt eine der schönsten Jahreszeiten in Düsseldorf: Der Altstadtherbst.
Was soll man über ein Kulturfestival noch sagen, dass seit mittlerweile 14 Jahren so erfolgreich Kulturinteressierte aus Düsseldorf und der Region anzieht? Auch in diesem Jahr wird mit der Lust am Experiment an 18 Tagen ein unkonventionelles, grenzüberschreitendes und innovatives Kulturprogramm geboten. Der Balanceakt zwischen Anspruch und Amüsement, zwischen Kommerz und Konzept gelingt.
Die Glanzlichter für dieses Jahr stehen fest. Zum Auftakt geht es mit einer Uraufführung in eine traumhafte Bilderwelt. Mit der für sie charakteristischen poetischen Sensibilität widmen sich die Artisten des schwedischen Cirkus Cirkör am 17.9. in "99% Unknown" mit verspielter Leichtigkeit existentiellen Fragen der Menschheit.
Nach dem Motto "Altstadtherbst goes underwater" folgt die Melancholie der letzten Klänge eines sinkenden Schiffs: Im Zentrum von "The Sinking Of The Titanic" von Gavin Bryars steht Autumn, jener Hymnus, den die Musiker der Kapelle spielten, bis auch über ihnen die Wogen zusammenschlugen. Eine weitere Deutschlandpremiere kommt mit dem Finnen Kimmo Pohjonen nach Düsseldorf. Der wilde Tasten- und Knöpfe-Derwisch, begeisterte mit seinem Akkordeon bereits 2002 das Publikum. Er präsentiert sein neues Soloprogramm „Animator“ am 23.9.
Ebenfalls ein bekanntes Gesicht beim Altstadtherbst ist der Schauspieler Dominique Horwitz. In diesem Jahr wird er nicht Brecht, sondern Chansons von Jacques Brel singen. Eine Verschmelzung von Klassik und Moderne liefern die Black Blanc Beur. Hip Hop Tanzelemente betten sie bei klassischer Musik ein in rasante Gruppen-Choreografien. Dazu erzählen sie in ihrem neuen Stück „Si Je t’M“ Beziehungs-Geschichten aus ihren Lebensräumen.
60 Veranstaltungen an 18 Tagen verteilen sich auf so unterschiedliche Räumlichkeiten wie das Veranstaltungszelt auf dem Burgplatz, die Böhlerwerke oder diverse Kirche. Wie auch im vergangenen Jahr gibt es auch beim 14. Alltstadtherbst eine Festivalkarte zum Preis von 29 Euro, mit der Besucher 30 % auf jede Einzelkarte bekommen. Restkarten gibt es wie gehabt für fünf Euro an Leute unter 24 Jahren an der Abendkasse.
Von BIRGIT KRANZUSCH
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