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Lurcharten vor Aussterben retten: Amphibienzuchtprojekt im Aquazoo gestartet

zuletzt aktualisiert: 16.05.2008 - 14:35

Der Aquazoo will mit einem Amphibienschutzprojekt dazu beitragen, dass vier bedrohte Tierarten vor dem Aussterben gerettet werden. So soll das Überleben des Harlekinfroschs, des vietnamesischen Moosfroschs, des Maranon-Baumsteigers und des Krokodilmolchs gesichert werden.

Der Rotaugenlaufrosch ist zwar auch im Aquazoo zu Hause, gehört aber nicht zum Zuchtprojekt.  Foto: Aquazoo
Der Rotaugenlaufrosch ist zwar auch im Aquazoo zu Hause, gehört aber nicht zum Zuchtprojekt. Foto: Aquazoo

Das Zuchtprogramm wird durch die finanzielle Unterstützung der Stadt Düsseldorf möglich - 100.000 Euro steuert die Stadt bei. Dafür wird im Aquazoo unter anderem ein spezielles "Froschlabor" eingerichtet, Personal besonders geschult, die Vernetzung mit anderen Zoos, die Amphibien halten, gefördert und im fortgeschrittenen Stadium unter Umständen auch die Auswilderung der erfolgreich gezüchteten Lurche vorangetrieben. Das teilte der Klimaschutzbeauftrage der Stadt mit.

Von den auf der Erde bekannten 6.000 Amphibienarten drohen in naher Zukunft 3.000 auszusterben. Über 650 Arten sind bereits für immer verschwunden oder so massiv gefährdet, dass ihr Überleben am seidenen Faden hängt. Die Gruppe der Amphibien, bestehend aus Fröschen, Kröten, Salamandern, Molchen und Blindwühlen (schlangenartiger Wasserlurch) ist ein wichtiges Glied des Ökosystems. Amphibien sind Nahrung für unzählige Tierarten und vertilgen selbst Insekten, die Krankheiten wie Malaria übertragen können. Des Weiteren sind Amphibien wichtige biologische Indikatoren, das heißt, sie reagieren empfindlich auf negative Umwelteinflüsse und zeigen diese durch einen Rückgang der Populationen an.

Weltweit riefen die Dachverbände von Naturschutzorganisationen – so auch der Weltverband der Zoos und Aquarien WAZA – zu Informations- und Rettungskampagnen auf. Auch in Deutschland hat sich unter der Schirmherrschaft der World Conservation Union ein bislang einmaliges Bündnis unterschiedlicher Fachorganisationen zum gemeinsamen Handeln verpflichtet. So sollen unter anderem Feuchtgebiete geschützt und amphibiengerecht aufgerüstet werden, Wildbiologische Forschung wird vorangetrieben, um erforderliche Artenschutzprojekte zielgenau zu planen. Zudem werden Erhaltungszuchtprogramme gestartet. Schließlich wurde das Jahr 2008 zum "Jahr des Frosches" erklärt.

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