Mord an Millionärin: Angeklagter schweigt vor Gericht
zuletzt aktualisiert: 18.09.2009 - 13:45Neun Jahre nach dem Mord an einer 87-jährigen Rentnerin muss sich der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht verantworten. Der 38-Jährige soll die Millionärin in ihrer Düsseldorfer Villa mit dem Stromkabel eines Kassettenrekorders erdrosselt haben. Anschließend hat er laut Anklage rund 650 Euro gestohlen.
Der Gelegenheitsarbeiter wollte sich zu den Vorwürfen zum Prozessauftakt nicht äußern. Nur zu seinem Lebenslauf machte der Mann Angaben und erklärte, er sei in einem Düsseldorfer Kinderheim aufgewachsen und habe später als Tischler, Messebauer oder Kellner in verschiedenen Brauhäusern gearbeitet.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, den Mann anhand von zahlreichen Indizien überführen zu können. So soll der 38-Jährige noch am Tattag Schulden bezahlt haben. Außerdem hatten die Ermittler Anfang des Jahres dank neuartiger DNA-Untersuchungsmethoden Spuren des Angeklagten an der Kleidung des Opfers gefunden.
Der Mann war daraufhin verhaftet worden, bei seiner Festnahme hatte er laut Polizei erklärt, damit schon gerechnet zu haben. Er hatte zur Tatzeit für das Opfer als Hausmeister gearbeitet und in einem Schuppen auf dem Gelände der Villa gewohnt.
Für den Prozess sind insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll frühestens Mitte Oktober verkündet werden.
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