Gesellschaftliches Ereignis Henkel-Renntag: Anna Monda mit Start-Ziel-Sieg
zuletzt aktualisiert: 09.05.2005 - 09:31Düsseldorf (dto/RP). Irgendwann, als beim zweiten Rennen des Henkel-Renntages eine geradezu biblische Sintflut vom Himmel stürzte und sich die Mehrheit im VIP-Zelt um Sushi und Spieße vom grünen Aal drängelten, irgendwann da kam der Spruch „Jetzt würde ich auf Flipper setzen!“ Ging aber nicht, weil der Delfin nicht am Start war im durchgeweichten Geläuf des Grafenbergs. Dennoch war der Henkel-Renntag natürlich ein gesellschaftliches Ereignis.
Wenig später bewies Annatira, die Stute von Henkel-Aufsichtsrat Albrecht Woeste, ihre Fähigkeiten in nasser Luft: Sie lag im zweiten Rennen sechs Längen vorn - und damit die Stimmung des stolzen Eigners auch. Die trüben Aussichten zum Himmel hatten aber sonst keinen Einfluss aufs Amusement. Im feinen Zelt mit feinem Buffet und feinen Getränken tummelte sich eine Menge Leute nicht nur wegen der Pferde, sondern auch um zu gucken, beguckt zu werden oder nur um in schickem Ambiente mit Blick auf diese wunderschöne Rennbahn zu plaudern.
Es waren da (u.a.): OB Joachim Erwin, Gabriele Henkel, Lutz und Wulff Aengevelt, FDP-Vorsitzende Gisela Piltz, Kulturdezernent Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Ordnungsdezernent Werner Leonhardt, Opern-Intendant Tobias Richter, seine Kollegin vom Schauspielhaus, Anna Badora, Ex-Igedo-Chef Manfred Kronen mit seiner Frau Anna und Dr. Karl Hans Arnold (Geschäftsführer im Verlag der Rheinischen Post) mit seiner Frau Irene. Moderiert wurde das Fest von Manni Breuckmann (WDR), den originellsten Hut trug Jeannine Burch, die mit Ehemann René Heinersdorff (Theater an der Kö) und Söhnchen Joel gekommen war: Sie hatte sich einen spitzen Hut aus Zeitungspapier gefaltet. Wegen des Regens.
Und dann war da noch der Sport
Die 72:10-Chance Anna Monda gewann vor 6000 Zuschauern auf der Galopprennbahn in Düsseldorf das mit 200.000 Euro dotierte Henkel-Rennen, die erste klassische Prüfung des deutschen Turfs in der Saison 2005. Jockey Torsten Mundry übernahm auf dem durch heftige Regenfälle aufgeweichten Boden sofort die Spitze und kontrollierte auf der 1600-m-Distanz Tempo und Gegner.
Mit vier Längen Vorsprung setzte sich die von Peter Rau in Warendorf trainierte Anna Monda am Ende vor Quadrupa (Adrie de Vries) durch, Dritte wurde Free Dreams (Jean-Pierre Carvalho). Besitzer von Anna Monda ist das Gestüt Brümmerhof des Hannoveraner Unternehmers Gregor Baum, der den größten Erfolg seiner Besitzer- und Züchterkarriere feierte. Nichts mit dem Ausgang des Rennens hatte die Favoritin Sorrent zu tun, sie wurde im zwölfköpfigen Feld nur Achte.
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