2. deutsches StandUp-Festival im Medienhafen: Anschlag auf die Lachmuskulatur
zuletzt aktualisiert: 03.09.2003 - 18:50Düsseldorf (dto). Drei Nächte lang haben die Düsseldorfer im Medienhafen viel zu lachen. Von Donnerstag bis Samstag werden einige Restaurants, Cafés und Clubs zur Bühne für Komiker - ganz im Sinne der Stand-Up-Comedy. Zum Abschluss des 2. deutschen Stand Up-Festivals im Düsseldorfer Medienhafen werden Komiker im Viertelstundentakt das Mikrofon an einen Kollegen weiterreichen.
Eine Bühne, ein Künstler, ein Mikro - mehr brauchen die Comedians, die beim zweiten deutschen Stand-Up-Festival in Düsseldorf auftreten nicht. Das Programm bietet einiges. So wird beispielsweise am Donnerstag Ausbilder Schmidt mit seinen Gästen die Lachmuskeln anregen und Ausschnitte aus seiner Live-Show, die im Januar startet, präsentieren. Im Curry können Nachwuchstalente ab 23 Uhr versuchen, die Gäste mit ihrem Humor zu ihrem Publikum zu machen.
Am Freitag gibt es einige Comedylesungen. Im Goldwell Schulungscenter werden unter anderem skurrile Geschichten aus dem Alltag vorgetragen. "Einen heißen Sommer" gibt es im UCI-Kino. Das DDR-Musical wird vom unglaublichen Heinz kommentiert. Eine English-American-Night gibt es im Mojito's, eine rein englisch-sprachige Comedy-Show. Und auch an diesem Abend gilt wieder: Open-Stage im Curry, Nachwuchstalente können ihr Können unter Beweis stellen.
Mit dem Comedybus geht es am Samstag durch die Stadt. Der Tourführer ist Frank Küster. Als Abschluss-Veranstaltung gibt es die so genannte Comedy-Rotation. Das Curry, das Gasthaus und der Zollhof liegen nebeneinander an der Hammerstraße und hier werden Comedy-Stars das Mikrofon nach 15 Minuten an einen Kollegen weiterreichen und eine Kneipe weiterziehen, um dort die Gäste zu belustigen. Beim Kneipen-Hopping sind Mario Barth, Frauenversteher mit Berliner Schnauze, und Holger Müller als Ausbilder Schmidt dabei. Die Rotation wird vom WDR übertragen.
Die Idee des Festivals: Ob im Friseursalon in Bielefeld, im Autohaus in Berlin, oder im Waschsalon in Köln: Überall finden junge Künstler ihr Publikum. „Was fehlte, war ein zentraler Veranstaltungsort, um diese Kultur zu pflegen, zu fördern und zu etablieren“, erklärt Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser, der Erfinder der kultigen Comedyshow "NightWash" – und hob im November letzten Jahres im Düsseldorfer Medienhafen das „1. Deutsche Stand-up-Festival“ aus der Taufe. „Mit diesem Festival haben wir absolutes Neuland betreten“, so Deuser, „aber ich war von der Idee überzeugt, weil ich an die Kunstform Stand-up glaube. Sie ist zeitgemäß und trifft den Nerv der jungen Leute. Und manchmal muss man auch einfach etwas wagen."
Informationen und Karten gibt es unter der Hotline: 0173 / 83 22 122
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