Frauen im Kaufrausch: Ansturm auf H&M für Jimmy Choo
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 14.11.2009 - 16:07
Bereits um fünf Uhr morgens warteten am Samstag die ersten Kunden vor der H&M-Filiale an der Königsallee. Sie wollten die Ersten sein, um die begehrten Schuhe, Kleider und Taschen des bekannten Designers Jimmy Choo zum geringen Preis kaufen zu können. Der Ansturm war enorm, am Nachmittag gab es nur noch wenige Einzelstücke.
Lederkleider, Handtaschen und vor allem Schuhe waren die Objekte der Begierde für die Kundinnen. Schließlich tragen auch prominente Vorbilder Jimmy Choo, darunter Victoria Beckham. Schauspielerin Sarah Jessica Parker hat die edle Marke in "Sex and the City" berühmt gemacht.
Doch normalerweise kosten die Luxus-Schühchen mindestens 600 Euro. Für die Mode-Kette H&M hat das Label nun eine günstige Kollektion angeboten. Die Schuhe kosten nicht mal 100 Euro, die Kleider und Taschen unter 200 Euro. Insgesamt wurden die Designer-Stücke nur in elf deutschen Filialen angeboten.
Kleiderpuppen im Gefahr
Das brachte einen riesigen Kundenansturm. H&M hatte sich sogar ein System ausgedacht, um ihm Herr zu werden. Und so war die Schlange schon lang, als sich um 10 Uhr die Ladentüren öffneten, damit die ersten Kunden einkaufen konnten, erzählt eine Augenzeugin. Doch die Kunden durften jeden Artikel nur einmal erstehen, Hamsterkäufe waren also ausgeschlossen.
Das gesamte Obergeschoss wurde von den modebewussten Kundinnen in Beschlag genommen. Die Mitarbeiterinnen des Geschäftes an der Königsallee hatten alle Hände voll zu tun. Sie mussten sogar die Kleiderpuppen festhalten, damit sie den Andrang unbeschadet überstehen.
Am Nachmittag waren die Regale mit den Jimmy-Choo-Angeboten dann geplündert, nur noch wenige Einzelstücke gab es im Düsseldorfer Geschäft. Zumindest bei der Damenkollektion. Die Angebote für Männer von Jimmy Choo fanden nicht ganz so viele begeisterte Käufer.
Vielleicht, weil die meisten Männer keinen Schuhtick haben. Und es der Mehrheit einfach egal ist, welches Label ihre Pullis und Jacken schmückt. Denn rein äußerlich waren die Herren-Artikel nicht auf den ersten Blick als Jimmy-Choo-Modelle auszumachen. Während die Damenkollektion raffinierte Lederkleider sowie auffällige Schuhe und Handtaschen bot, waren die Männer-Angebote eher klassisch schlicht.
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