Bauantrag für Vier-Sterne-Hotel an Inselstraße genehmigt: Anwohner kämpfen weiter
zuletzt aktualisiert: 09.03.2007 - 17:07Düsseldorf (RPO). Der Bauantrag für das Mövenpick-Vier-Sterne-Hotel an der Inselstraße wurde genehmigt. Die Gegner des 40 Meter hohen Neubaus wollen nun bis vor das Bundesverwaltungsgericht gehen.
Die Anwohner des Hofgartenviertels an der Inselstraße haben in ihrem Kampf gegen den Bau eines großen Mövenpick-Hotels an der Freiligrathstraße eine Niederlage hinnehmen müssen. Der Bauantrag für das Vier-Sterne Nobelhaus ist genehmigt. Doch die Bürgerinitiative, der sich 200 Anwohner angeschlossen haben, kämpft weiter gegen das, wie sie es sehen, „bauliche Monster“, das überhaupt nicht in die Gegend passe. Werner Kunze (51), Sprecher der Initiative: „Schon das jetzige Bürohaus aus den 60er Jahren ist eine massive Bausünde. Doch was Mövenpick jetzt vorhat, sprengt völlig den Rahmen. Es wird die zusätzliche Baumasse von zwei weiteren solchen Hochhäusern geplant.“
Derzeit wird das alte Hochhaus entkernt und abgerissen. Gegen den Abriss können die Anwohner gerichtlich nicht vorgehen. Spannend wird es allerdings, wenn der Aufbau beginnen soll. Kunze: „Es ist fraglich, wieweit Mövenpick hier in Vorlage treten will, wenn wegen der vielen und wohlbegründeten Widersprüche nicht sichergestellt ist, dass das Hotel überhaupt zu Ende gebaut werden kann. Wir sind jedenfalls bereit, bis zum Bundesverwaltungsgericht zu gehen. Mövenpick will jetzt rasch Fakten schaffen, geht damit aber auch ein hohes Risiko ein.“
Nach seiner Auffassung war bereits die Bauvoranfrage formal ungültig, Die unklaren Punkte konnten so nicht in einem Vorverfahren geklärt werden.“ Das wird jetzt das Verwaltungsgericht tun müssen. Hauptargument der Bürgerinitiative: „Im Rahmenplan Hochhausentwicklung ist festgelegt, dass im Abstand von 50 Metern kein Gebäude mit mehr als 22 Meter Höhe genehmigt werden darf. Das Hotel aber soll 40 Meter hoch werden, dreimal so hoch wie das Parkhotel.“
Es ist aber nicht nur der massive Hotelblock, gegen den die Anwohner sich wehren. Sie fürchten Lärmbelästigung in dieser bisher so ruhigen Gegend: Parksuchverkehr in einem Viertel, in dem es auch nach dem Bau einer Tiefgarage mit 80 Stellplätzen nicht genügend Parkplätze gibt. Kunze: „Hinzu kommen Lkw mit Lieferungen für das Hotel, Müllabfuhr, Busse, Taxianfahrten.“ Klaus Düsedau von der zuständigen Bezirksvertretung 1: „Ein Hotel direkt am Hofgarten mit diesen riesigen Ausmaßen haben wir uns nicht vorgestellt.“
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