Ab Frühling 2013: Aquazoo wird für elf Millionen Euro saniert
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 14.01.2011 - 07:45Düsseldorf (RPO). Der Umbau soll zwar erst im Frühling 2013 beginnen, die Planungen für die Sanierung des Aquazoos laufen jedoch bereits auf Hochtouren. Am Dienstag wird der Bauausschuss über einen entsprechenden Bedarfsbeschluss entscheiden.
Darin werden die Kosten für die Sanierung auf 10,8 Millionen Euro geschätzt. Sie können im endgültigen Finanzierungsbeschluss, der 2012 gefasst werden soll, um bis zu 30 Prozent höher liegen.
Die Sanierung des Daches, für die seit 2008 ein Grundsatzbeschluss in Höhe von 729.000 Euro vorliegt, soll vorgezogen werden. Weil es undicht ist, machen Wassereinbrüche in immer kürzeren Abständen aufwändige Reparaturen notwendig.
Dass die 25 Jahre alten Gebäude des Aquazoos und Löbbecke-Museums dringend saniert werden müssen, steht außer Frage: Es gibt bautechnische und optische Mängel, Schimmelpilzbefall in den Pflegebereichen, einige Tiergehege entsprechen nicht mehr den aktuellen Haltungsrichtlinien und müssen neu strukturiert werden. Hinzu kommt laut dem städtischen Papier, dass die Besucherzahlen in den vergangenen zehn Jahren von 600.000 auf 400.000 gesunken sind. "Dieser negative Trend kann nur durch eine Steigerung der Attraktivität gestoppt werden", heißt es.
Das Vorhaben sei jedoch hochkomplex. Deshalb wurden im Vorfeld verschiedene Gutachten eingeholt, aus denen ein Bausachverständigenbüro ein detailliertes Sanierungskonzept erarbeitet hat. Demnach sollen unter anderem Fußböden, Flachdächer, Lüftungsanlagen und Aquarien saniert, Rohrleitungen erneuert und ein Blockheizkraftwerk eingebaut werden. Zudem ist ein ganzheitliches Energiekonzept vorgesehen, mit dem sich etwa 33 Prozent des heutigen Energieverbrauchs einsparen lassen. Statt 570.000 Euro müssten dann jährlich nur noch etwa 360.000 Euro für Energie ausgegeben werden.
Um die Attraktivität zu steigern, sollen auch Möbel, Kasse, Empfang sowie das Informationsleitsystem erneuert und ein Shop eingerichtet werden. Das wegen Tierhaltungsrichtlinien nicht nutzbare Robbenbecken wird zu einem "Nordischen Fjord" umgebaut. Dies wird durch eine Spende des Freundeskreises in Höhe von 500.000 Euro finanziert. Die Mittel für das Blockheizkraftwerk stellt das Umweltamt zur Verfügung – aus einem Programm, das durch den so genannten "Ökocent" gespeist wird.
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