Kündigungsschutzklagen nehmen deutlich zu: Arbeitsgericht im Stress
zuletzt aktualisiert: 12.03.2004 - 11:39Für die neun Arbeitsgerichte im Bezirk des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf bedeutet das wie im abgelaufenen Jahr 2003 erneut eine deutlich gestiegene Arbeitsbelastung. 50.603 Klagen hatte sie zu bearbeiten, im Jahr 2002 waren es noch 48.339.
Auf jeden der 60 Richter entfielen damit 843 Klagen, als Normalpensum gelten 550, 2002 waren 730 Klagen zu beurteilen. Das Land hat auf die Mehrbelastung reagiert und sieben weitere Richterstellen eingerichtet.
Positiv zu vermerken ist, dass mehr als 90 Prozent der Kündigungsschutzklagen innerhalb eines halben Jahres erledigt werden konnte, 73 Prozent sogar in einer Zeit von drei Monaten. Allerdings gehen auch immer mehr Kläger in die Berufung. In Düsseldorf gaben sich 2003 2.0000 Kläger nicht mit dem Ersturteil zufrieden, das ist ein Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auffallend ist außerdem, dass immer mehr Kläger einen Antrag auf Prozesskostenhilfe stellen. Die beim Landesarbeitsgericht eingelegten Prozesskostenhilfebeschwerden haben sich in den beiden letzten Jahren sogar verdoppelt.
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