Keine Ändenrung nach Loveparade-Unglück: Arena setzt auf bewährtes Sicherheitskonzept
VON JAN SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 31.07.2010 - 11:12Düsseldorf (RPO). Anders als das provisorische Gelände für die Loveparade ist die Esprit-Arena nicht nur auf Großveranstaltungen vorbereitet, sondern eigens dafür gebaut worden.
Es gibt ein Fluchtwegesystem, ausreichend Ein- und Ausgänge, im Stadion darüber hinaus kaum Zäune. "Das Sicherheitskonzept gab es schon immer, und obwohl wir die Sensibilisierung nach den tragischen Ereignissen von Duisburg verstehen, muss daran nichts mehr verändert werden", sagt Arena-Geschäftsführer Jörg Mitze. "Natürlich überprüfen wir noch einmal alles, aber es wäre schon schlecht, wenn uns plötzlich auffiele, dass bisher nicht alles sicher war."
Zahl der Besucher ist bekannt
Ein weiterer gravierender Unterschied zur Loveparade: In Stadien wissen die Verantwortlichen in der Regel ziemlich genau, wie viele Leute kommen. Bei Fußballspielen, aber auch beim heutigen Fortuna-Fanfest, wird mit Hilfe der Drehkreuze erfasst, wie viele Besucher das Areal betreten. "Gesetzt den Fall, dass eine kritische Marke erreicht wird, macht man die Kreuze zu", sagt Robert Palikuca, der das Fanfest organisiert hat.
Dennoch sind die Vorfälle aus Duisburg im Hinterkopf der Macher. "Wir wissen, dass das die Leute gerade beschäftigt", sagt Palikuca. So wird beispielsweise bei der Autogrammstunde im Innenraum der Arena (15.30 bis 17.30 Uhr) dafür gesorgt, dass die Fans durch einen Eingang ins Stadion hinein- und durch einen anderen wieder hinausgeführt werden – "damit es keinen Gegenverkehr gibt".
Wie sich Menschenmassen in Notsituationen aus einem Stadion heraus bewegen, wird nächstes Jahr erprobt. Dann testet eine Forschergruppe den weltweit ersten Evakuierungs-Assistenten in der Arena.
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