Benrath: Babyglück im Doppelpack
VON ILKA BÖSCH - zuletzt aktualisiert: 07.09.2006Düsseldorf (RPO). Montag morgen, 8.23 Uhr. Die Woche begann aufregend für Inge Borrasch und Dirk Poestges. Um diese Zeit kamen ihre beiden Jungen Timo und Niclas zur Welt. Es war die erste Zwillings-Geburt im neuen Kreißsaal des Benrather Krankenhaus. Dort bot sich den Besuchern ein friedliches Bild. Im in fröhlichen Pastellfarben gehaltenen Raum hält jeder der glücklichen Eltern eines der Kinder im Arm. Die Babies kuscheln sich zufrieden an ihren Körper. Mutter Borrasch hält Timo, der Vater schmust mit Niclas. Oder war es doch Timo? Verunsichert schaute Dirk Postges lieber noch mal auf das Armband mit dem Namen des Kindes. Für zweieiige Zwillinge sehen sich die beiden schon sehr ähnlich. Hebamme Mireille Bernat kann da helfen. „Timo war eine Beckenendlage, während Niclas mit dem Kopf voran lag“, erklärte sie. An der Form des Köpfchen können die Eltern noch erkennen, wer wer ist.
„Wir lassen die Armbänder einfach noch dran, wenn wir nach Hause kommen“, meinte Papa Poestges pragmatisch. Freitag ist es so weit. Dann werden Mutter und Söhne voraussichtlich entlassen. und die ruhigen Zeiten werden für die Eltern vermutlich erst mal vorbei sein. Doch der stolze Vater will helfen, wo er kann. Für ihn war es selbstverständlich, seine Lebensgefährtin auch zu dem geplanten Kaiserschnitt zu begleiten. „Das war sehr interessant“, meinte er im nachhinein tapfer. Jedenfalls war er rückblickend froh, dass alles so schnell ging. Nach kurzer Vorbereitungszeit konnte Dr. Wolfgang Senger den Eltern zwei gesunde Jungs präsentieren. Mit jeweils knapp 2900 Gramm brachten sie ein für Zwillinge, die in der Regel immer etwas leichter sind, recht stattliches Geburtsgewicht auf die Waage, meinte die Leiterin für Geburtshilfe, Dr. Brigitta Karbowski.
Kindersegen im Doppelpack ist also gleich doppeltes Glück? „Ganz ehrlich, im ersten Moment war ich geschockt“, gestand Inge Borrasch. Lange Zeit während ihrer Schwangerschaft war sie, die bereits Mutter eines achtjährigen Sohnes ist, von einem kleinen Solisten ausgegangen. Erst beim vierten Ultraschall gab der Zweite seine Deckung hinter seinem Bruder auf. Doch schnell freundeten sich die Eltern mit dem Gedanken an, künftig drei Jungs zu haben. Bis sie nach Hause gehen und für sie der Alltag als fünfköpfige Familie beginnt, wollen sie noch die Ruhe in der freundlichen Atmosphäre des Benrather Krankenhaus genießen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





