Verkehrschaos geht weiter: Bahn zum Dome nicht vor 2010
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 10.03.2009 - 07:43Düsseldorf (RPO). Mit einer Verlängerung der Straßenbahnlinie 701 bis zum ISS Dome und damit einer direkten Anbindung der Veranstaltungshalle an den ÖPNV ist frühestens in einem Jahr zu rechnen. Das geht laut informierten Kreisen aus einer Aussage des Verkehrsdezernenten Werner Leonhardt im nicht-öffentlichen Teil des Hauptausschusses hervor.
Demnach habe Leonhardt die reine Bauzeit der Trassen-Verlängerung mit acht Monaten beziffert. Davor muss es jedoch zur Einigung mit zwei Grundstückseignern kommen. Und die ist nicht in Sicht.
Wie zäh die Verhandlungen seit der Offenlegung der Unterlagen und einem Erörterungstermin bei der Bezirksregierung am 23. August 2007 verlaufen sind, dokumentiert eine Auflistung der städtischen Behörden. Sie wurde gestern im Fachgremium hinter verschlossenen Türen beraten und liegt unserer Zeitung vor. Demnach waren die Ämter für Verkehrsmanagement und Immobilienmanagement seit dem Sommer 2007 in ständigem Kontakt mit den Eigentümern der für die Trasse benötigten Grundstücke – der Firma von der Linden sowie der R + V Versicherung.
Die Firma von der Linden wurde laut dem Papier ein Grundstückstausch vorgeschlagen als Ersatz für die bisherige Stellplatzfläche. Die Firma habe die Zahl der Plätze jedoch durch Schräg- statt Längsparken vergrößern wollen, was eine weitere Ausfahrt erfordert hätte. Die wäre wiederum nur auf einem Privatgrundstück zu realisieren gewesen, was dessen Eigentümerin aber ablehnt. Die R + V-Versicherung wolle nur verkaufen, wenn der Hauptmieter Securitas zustimme. Der verweise wiederum auf einen Untermieter, mit dem bis heute kein Gespräch zustande gekommen sei. Nun soll es ein letztes klärendes Gespräch bei der Bezirksregierung geben. Sollte auch das scheitern, soll eine "vorläufige Besitzeinweisung", also Enteignung eingeleitet werden.
Das stößt parteiübergreifend auf Zustimmung: "Die Stadt hat alles getan, um einen Grundstückstausch zu ermöglichen", sagt Helga Leibauer (SPD), "nun liegt es an den Unternehmern." Das sehen auch die Grünen und die CDU so. "Der Tausch darf nur nicht zu teuer werden", sagt Andreas Hartnigk (CDU).
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