DAS NEUE PRINZENPAAR: Barbara mit Jupp auf Jück
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 07.07.2007 - 12:20Das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) präsentierte gestern im Goldenen Ring Prinz und Venetia für die kommende Session. Die Vorsitzenden der Karnevalsvereine reagierten mit Jubel auf den ersten Auftritt von Josef Hinkel und Barbara Oxenfort.
Das war am Freitag Labsal für die jecken Seelen, über viele Jahre nicht immer mit Lichtgestalten an der Pritsche verwöhnt: Ein Prinzenpaar, das aus der Altstadt kommt, locker drauf los plaudert, schon beim ersten gemeinsamen Auftritt wie ein eingespieltes Team aus dem Showbusiness wirkt und - das gab’s noch nie - ein offizielles Foto durchsetzt, das die beiden mit roter Pappnase zeigt.
Die Präsidenten und Vorsitzenden der im CC vereinten Vereine, am Freitag als närrisches Fußvolk im Goldenen Ring versammelt, waren jedenfalls innerhalb von Sekunden ganz oben in ihrer Begeisterungskurve: Kein Zweifel, dieses Prinzenpaar geht wie geschnitten Brot - Jubel, Beifall, erste Helau-Rufe, Stimmung, Klatschmarsch.
Vor allem wurde eins klar: Die Zeiten, in denen der Prinz die erste Geige spielte und seine Venetia hübsch anzusehendes und höflich angehörtes, schmückendes Beiwerk war, sind vorbei. Mal abgesehen, dass Josef gar kein Instrument spielt, Barbara aber mehrere, ist ihre neue Lieblichkeit auch sonst ziemlich präsent und nicht aufs hübsche Mundwerk gefallen.
Um den jecken Bäcker muss man sich allerdings keine Sorgen machen, wie die Narren gestern sehr zufrieden live erlebten. Der wird sich auch von dieser knusprigen Venetia nicht zwingen lassen, kleine Brötchen zu backen. Sein jungenhafter Charme, gestählt im täglichen Gedränge seiner meist proppevollen Läden, ließ ihn souverän und gelassen die Premiere als künftiger Josef I. meistern. Einhellige Meinung der Zuschauer: Die beiden passen prima zusammen.
Das musste gewiss auch Frau Hinkel anerkennen: Ein bisschen gequält lächelnd schaute Nicole zu, wie ihr Josef da oben auf der Bühne zum Partner auf Zeit für eine andere wurde - und wird eine Ahnung bekommen haben, was ihr zwischen Ende Dezember und Anfang Februar blüht: Sie kümmert sich, wie Freitag, um die vier Pänz, und Jupp ist auf Jück.
Des Prinzen Neue, ganz einfühlsam (und ja auch selbst verheiratet), sah das sehr wohl und spendete Trost: „Keine Sorge, ich hab ihn nur für vier Wochen. Dann kriegst Du ihn wieder!“ Und Nicole konterte, breit grinsend: „Und Du wirst froh sein, ihn los zu werden!“ Ganz klar: Freitag im Goldenen Ring waren Harmonie und gute Laune angesagt.
Daran hatte auch eine lange Verspätung des Prinzenpaares nichts ändern können. Eigentlich sollten die beiden um 14 Uhr auf die Bühne treten. Aber es wurde dann doch viertel vor drei. Denn vorher hatte es in ganz kleinem Kreis ein Gespräch beim OB gegeben. Und das - hatte wohl was länger gedauert.
Ursprünglich sollte das Paar nämlich, wie in den Vorjahren, von Joachim Erwin im Jan-Wellem-Saal als Überraschung präsentiert werden. Weil die beiden aber schon vorige Woche in der Rheinischen Post vorgestellt worden waren, änderte - Gerücht Nr. 1 - das CC diese Pläne oder - Gerücht Nr. 2 - Joachim Erwin lehnte es ab, bei einer nicht mehr ganz neuen Vorstellung dabei zu sein. War er auch nicht.
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