Fachhochschule: Baubeginn soll Anfang 2010 sein
VON DIRKE KÖPP - zuletzt aktualisiert: 06.05.2009 - 07:20Düsseldorf (RPO). Vertreter von Fachhochschule (FH), Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB), Stadt und Jury stellten die Ergebnisse des Wettbewerbs für den Neubau der Fachhochschule vor. Der erste Preis ging an ein Architekturbüro aus München, mit allen fünf Prämierten nimmt der BLB Verhandlungen auf.
Es war eine schwierige und bei aller Sachlichkeit hart umfochtene Entscheidung. Am Ende aber machte das Architekturbüro Nickl + Partner aus München das Rennen um den ersten Platz im Wettbewerb um den FH-Neubau auf dem ehemaligen Schlachthof-/ Schlössergelände in Derendorf. Vertreter von Fachhochschule (FH), Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB), Stadt und Jury stellten die Ergebnisse des Wettbewerbs gestern vor. 23 Architektenbüros hatten sich an der EU-weiten Ausschreibung beteiligt, fünf von ihnen wurden prämiert, vier bekamen eine Anerkennung.
Grund für die Ausschreibung und den Neubau ist, dass die FH derzeit auf zwei Standorte verteilt ist und viele Gebäude dringend renovierungsbedürftig sind. Um künftigen Entwicklungen wie einer Zunahme von Studenten gerecht zu werden, erschien ein Neubau nötig. Das 40 Hektar große, brach liegende Gelände in Derendorf schien ideal und soll mit studentischem Wohnen, Kindergarten und Jugendzentrum auch den Stadtteil beleben.
Zu den Anforderungen an die Bewerber zählten etwa, dass der Campus nicht aus einzeln stehenden Gebäuden bestehen sollte, dass die historischen Gebäude ins Konzept integriert werden und dass über alle Flexibilität zwischen den Einheiten hinaus genug Entwicklungspotenzial für die Zukunft bleibt.
Die Jury ließ sich mehrheitlich (neun zu vier Stimmen) vom Konzept von Nickl + Partner überzeugen. "In sehr klarer, einfacher Weise werden die städtebaulichen Zielvorgaben und die Adressbildung eines Hochschulcampus in Einklang gebracht", so die Begründung.
In dem Entwurf nimmt das Hörsaalzentrum, das auch für Kongresse dienen soll, eine zentrale Stellung ein. Es liegt zwischen Münsterstraße und Campus, schafft so eine Verbindung zwischen Stadt und Hochschule. In dem großzügig angelegten Bau liegen außer den Hörsälen auch ein Café und der Fachbereich Medien. Die übrigen Fakultäten sind in drei weiteren Gebäuden untergebracht und teilen sich je zu zweit Funktionsbereiche mit Seminarräumen und Laboren. Grünachsen kreuzen den Campus, an den Rändern liegen Studentenwohnheime, Mensa und die Bibliothek, die das Team in der früheren Großviehhalle angesiedelt hat.
FH-Rektor Hans-Joachim Krause sprach von einem "ganz wichtigen Tag für das Erreichen unseres Ziels Quartierswechsel". Planungsdezernent Gregor Bonin zeigte sich ebenfalls zufrieden mit den Ergebnissen des Wettbewerbs und kündigte an, die Stadt werde im nördlichen Teil des Geländes Wohnungen bauen, und zwar als studentischer Wohnraum. "So wird sich ein lebendiger Campus in ein lebendiges Stadtbild einfügen." Der BLB als Bauherr nimmt Verhandlungen mit den Preisträgern auf – unter Berücksichtigung der Empfehlung der Jury, dass der Siegerentwurf Basis des Konzeptes sein soll. Baubeginn soll Anfang 2010 sein, und wenn es nach Rektor Krause geht, steht die neue FH zwei Jahre später. "Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel", gab er zu. "Aber bisher haben wir auch alles im geplanten Zeitraster geschafft."
Ausstellung bis 29. Mai im Ex-Bauministerium, Elisabethstraße 5-11, werktags, 14 bis 18 Uhr, samstags, 10 bis 14 Uhr.
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