Theodor-Heuss-Brücke: Berufsverkehr in der Staufalle
VON CHRISTIAN HERRENDORF - zuletzt aktualisiert: 18.09.2009 - 12:30Düsseldorf (RPO). Seit Donnerstagmittag ist die Theodor-Heuss-Brücke stadteinwärts aufgrund von Bauarbeiten gesperrt. Das führte bereits am frühen Nachmittag zu langen Staus an vielen Stellen Düsseldorfs. Die Sorge der Experten, die für heute ein ähnliches Chaos befürchtet hatten, war berechtigt.
Das linksrheinische Düsseldorf ist derzeit der größte Parkplatz der Landeshauptstadt. Auf der Bundesstraße 7, der Oberkasseler- und der Rheinkniebrücke, am Seestern, auf der Lueg- und auf der Hansaallee sowie in vielen Nebenstraßen von Oberkassel stehen seit gestern ab dem frühen Nachmittag die Autos – und bewegten sich höchstens noch langsam vorwärts.
Die Ursache für die Staus ist eine Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke stadteinwärts. Am rechtsrheinischen Ende der Brücke finden seit gestern Mittag Bauarbeiten statt, die bis Montagmorgen 5 Uhr andauern sollen und insbesondere für heute Morgen ein noch größeres Verkehrschaos befürchten ließen.
Tatsächlich staute sich der Verkehr am Freitagmorgen bis nach Heerdt. Schon auf der Pariser Straße standen Autos und Lastverkehr in langen Schlangen. Die Düsseldorfer Straße Richtung Kniebrücke und die Belsenstraße Richtung Altstadt sind dicht.
Geplante Baustellen
Uni-Verbindung/A46: Die Erasmus- und die Mecumstraße sowie die sie teilende Kopernikusstraße, die zur Uni und zur A46 führen, sollen im Sommer 2010 lärm-optimierten Asphalt erhalten.
B7/Heerdter Dreieck: Auf den ebenerdigen Teilen der Bundesstraße soll im nächster Jahr offenporiger Asphalt verlegt werden, der noch mehr Lärm absorbiert als der lärm-optimierte Asphalt. Außerdem sind fürs Linksrheinische an einige Stellen Lärmschutzwände geplant.
Und das obwohl Umleitungen großräumig ausgeschildert sind. Vor dem Kaarster Kreuz und auf der A57 steht auf Tafeln die Empfehlung, über die Flughafen- oder die Südbrücke nach Düsseldorf zu fahren. Selbst die beste der schlechten Ausweichmöglichkeiten, die Rheinkniebrücke, war gestern die letzte Strecke, auf der Stau entstand. Statt dessen quetschten sich die Autofahrer ab mittags in einer Spur Richtung Seestern, eröffneten dort auf dem Standstreifen eine weitere Spur und verstopften die Ringe sowie vermeintliche Schleichwege. Auch heute hat sich das Bild kaum gewandelt.
Gutes Wetter erhofft
Ob ein solches Chaos neben heute auch in der nächsten Woche droht, hängt vom Wetter ab. Das Düsseldorfer Amt für Verkehrsmanagement verlegt auf der Rampe der Theodor-Heuss-Brücke und auf der Johannstraße den in Düsseldorf entwickelten lärm-optimierten Asphalt. Er reduziert den empfundenen Krach um 50 bis 75 Prozent. Für den Einbau dieses Belags ist allerdings trockenes und einigermaßen warmes Wetter erforderlich, das zumindest für Sonntag nicht prognostiziert ist.
Einen anderen Zeitpunkt für die Sperrung habe das Amt für Verkehrsmanagement nicht wählen können, erklärte dessen stellvertretender Leiter Roland Hahn auf Anfrage unserer Redaktion. In den Sommerferien wären weitere Baustellen angesichts der Arbeiten am Südring und an der Danziger Straße eine zu hohe Belastung für den Verkehr gewesen. Und mit den jetzigen Arbeiten bis zu den verkehrsärmeren Herbstferien zu warten, hätte das meteorologische Risiko für die Arbeiten deutlich erhöht – ebenso wie Arbeiten von Spur zu Spur. "So erledigen wir das Ganze in vier Tagen", erklärte Hahn.
In der nächsten Woche plant das Amt für Verkehrsmanagement die Fahrbahnsanierung auf der anderen Straßenseite fortzusetzen. Dann soll die Theodor-Heuss-Brücke von Donnerstagmittag bis Montagmorgen stadtauswärts gesperrt sein. Davon sollen aber deutliche weniger Autofahrer betroffen sein.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





