Foto: RPO, Johannes Bornewasser
Rund 2500 Schüler und Studenten haben am 17. November 2009 in Düsseldorf für bessere Bildung, mehr Geld für (Hoch-)Schulen sowie kleinere Klassen und Hörsäle demonstriert.
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"Bildung ist keine Ware", stand auf vielen Plakaten und Bannern geschrieben. Zudem riefen die Studenten immer wieder: "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut."
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"Ich bekomme zwar Bafög, muss aber trotzdem die Wochenenden durcharbeiten, um mein Studium finanzieren zu können", sagt Verena Rulos. Die 20-Jährige hat einen Wochenendjob in einer benachbarten Pizzeria angenommen.
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Dagegen ist Jonas Egelkraut "aus Solidarität" anwesend. "Ich sitze an meiner Abschlussarbeit. Für mich ist das Thema damit fast vorbei. Die kommenden Generationen werden aber verschuldet in den Beruf starten. Das darf eigentlich nicht sein", sagt der 27-Jährige.
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Zu dieser Generation gehört Daniel Lätzsch. Der 16-Jährige ist Schüler in Krefeld. Er sorgt sich weniger um Studiengebühren. "Mein Problem ist zur Zeit die schulische Ausbildung", sagt er. "In Mathe und Physik fallen so viele Stunden aus, dass ich mich fürs Studium nicht richtig vorbereitet fühle."
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Der Asta-Vorsitzende Andreas Jentsch erklärt, dass sich Studenten heute in einem Teufelskreis befänden: "Der Leistungsdruck ist sogar so groß, dass viele Studierende keine Zeit für den Streik finden." Dennoch war er sich sicher: "Mit solchen Aktionen können wir wirklich etwas bewegen."
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Etwa 1500 Schüler und 1000 Studenten hatten sich am Vormittag am Düssledorfer Hauptbahnhof versammelt.
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Wegen technischer Probleme setzte sich der Protestzug mit Verspätung in Bewegung. Benedikt Haumer von der „LandesschülerInnenvertretung NRW“ gab um 11.40 Uhr unter großem Jubel den ersehnten Startschuss.
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Die Anwohner freute es, war es durch verteilte Trillerpfeiffen in Zusammenhang mit der Ungeduld der Teilnehmer mit der Zeit doch ziemlich laut geworden.
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"Wir kaufen nichts das uns gehört", war nicht nur Aufdruck eines Banners, sondern auch der allgemeine Tenor der Protestler.
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Auf der Berliner Allee kam es zu einem ersten Zwischenstopp. Die Schüler und Studenten setzten sich auf die Fahrbahn und schimpften auf die Politik.
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Unter großem Polizeischutz setzte sich der Protestzug schließlich wieder in Bewegung.
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Über die Königsallee ging es in Richtung Heinrich-Heine-Allee.
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"Rauf mit der Bildung, runter mit der Rüstung", riefen die Heranwachsenden unterwegs.
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Auf der Heinrich-Heine-Allee kam es schließlich zu einer 20-minütigen Sitzblockade. Der Verkehr staute sich darufhin in der ganzen Stadt.
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Die Rheinbahn reagierte mit Durchsagen und Mitteilungen auf ihren Infotafeln.
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Andrew Pelayo, Rezeptionist des Breidenbacher Hofs, steckte im Stau fest. "Ein Hausgast wartet auf seinen Wagen, ich komme aber weder vor noch zurück", sagte der 27-Jährige. Er nutzte die Zeit schließlich für einen kurzen Plausch mit der Polizei.
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Für die Beamten blieb es ein ruhiger Tag. "Keine Zwischenfälle", meldete der Einsatzleiter am Mittag.
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Pünktlichen Feierabend gab es auch für die Schüler und Studenten: Um 14 Uhr wurde die Abschlusskundgebung auf dem Burgplatz aufgelöst.
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Nach dem Willen der Schüler und Studenten sollen die Proteste aber weitergehen: Für die Zeit vom 30. November bis zum 6. Dezember planen sie eine Aktionswoche.