Tierseuche im Raum Aachen ausgebrochen: Blauzungenkrankheit: Düsseldorf wird Sperrgebiet
zuletzt aktualisiert: 21.08.2006 - 14:49Düsseldorf (dto). Das Stadtgebiet von Düsseldorf wird wie der gesamte Regierungsbezirk Düsseldorf aufgrund der näher rückenden Tierseuche "Blauzungenkrankheit" vorbeugend zum Sperrgebiet. Die 49 Halter von 2.433 Wiederkäuern dürfen ihre Schafe, Ziegen und Rinder nicht aus dem Sperrgebiet heraus transportieren, teilte das Veterinäramt mit.
Alle Betriebe wurden sofort durch das Amt für Verbraucherschutz darüber unterrichtet. Die Blauzungenkrankheit wird durch Mücken übertragen. Sie war zunächst in Kerkrade in den Niederlanden ausgebrochen. Inzwischen ist die Krankheit auch in Beständen im Raum Aachen aufgetreten.
Auffällig ist beim Schaf die blaue Zunge sowie ein gestörtes Allgemeinbefinden; bei Rindern kommt es vor allem im Maulbereich und an den Zitzen zu Hautveränderungen. Für das Gros der befallenen Tiere verläuft die Blauzungenkrankheit tödlich. Aber: "Menschen und andere Tierarten sind nicht gefährdet, weder durch Mückenstiche noch durch direkten Kontakt zu erkrankten Tieren. Der Verzehr von Milch und Milchprodukten sowie Fleisch und Fleischerzeugnissen der empfänglichen Tierarten ist ebenfalls unbedenklich", erklärt Verbraucherschutzdezernentin Charlotte Nieß-Mache.
Die Blauzungenkrankheit ist anzeigepflichtig. Neben Schafen, Ziegen, Rindern sind auch Wildwiederkäuer, wie Rehe, betroffen. Da die Tierseuche durch Mücken über große Strecken verbreitet wird, wurde der gesamte Regierungsbezirk Düsseldorf zum Sperrgebiet erklärt. Am Montag kommt in Brüssel der Veterinärausschuss der Europäischen Union zusammen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dort weitere Sanktionen beschlossen werden.
Fragen zur Blauzungenkrankheit beantwortet das Amt für Verbraucherschutz unter der Rufnummer 0211-8993242 von 8 bis 16 Uhr.
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