Bürger können zurück in ihre Häuser: Bombe in Düsseltal ist erfolgreich entschäft worden
zuletzt aktualisiert: 23.07.2010 - 17:46Die Fliegerbombe, die am Donnertag auf einem Privatgrundstück an der Friedrich-Springorum-Straße 31 gefunden wurde, ist erfolgreich entschäft worden. Um 11.20 Uhr erteilte Sprengmeister Jost Leisten die Freigabe: Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschäft, Anwohner dürfen zurück in ihre Häuser.
Für den Einsatz musste das Gebiet im Umkreis von 250 Metern um die Fundstelle bis 9 Uhr geräumt sein. 700 Menschen waren davon laut Feuerwehr betroffen.
Im Umkreis von 500 Metern um die Fundstelle wurden die rund 3400 Anwohner aufgefordert, in den Häusern zu bleiben und sich von Fenstern, Glastüren und Vitrinen fernzuhalten. Erst am Mittwoch war an der parallel verlaufenden Graf-Recke-Straße eine Bombe entschärft worden.
Vor fünf Jahren waren allein im Zooviertel und der näheren Umgebung fünf Bomben entschärft worden. Mit einer Fünf-Zentner-Bombe an der Mercedesstraße begann die Fundserie im April.
Im Juni und Juli wurden Sprengsätze an der Brehmstraße entschärft, im September am ehemaligen Schlachthof. Die letzte wurde im Dezember im Zoopark unschädlich gemacht.
Damals hatte es heftige Kritik von Händlern an der Rethelstraße gegeben. Sie forderten, dass die Sprengmeister mehr Rücksicht auf Geschäftsleute nehmen sollten, und Bomben außerhalb der Ladengeschäftszeiten entschärfen sollten.
Allein am 12. Juni 1943 waren 1300 Spreng- und rund 225 000 Brandbomben auf die Stadt gefallen. Die Bahnstrecken sollten zerstört werden; auch für die Rüstung bedeutende Betriebe wie Rheinmetall.
Zwei Drittel der im Deutschen Reich produzierten Stahlrohre, die für die Herstellung von Kanonen unentbehrlich waren, entstanden in Düsseldorf.
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