Flughafen-Brücke: Brücke soll Erwins Namen tragen
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 07.08.2008Düsseldorf (RPO). Vertreter des Düsseldorfer Brauchtums und der CDU schlagen NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke vor, die Flughafen-Brücke zwischen Meerbusch und Stockum nach dem verstorbenen Oberbürgermeister zu benennen. Der Minister will sich für den Vorschlag stark machen.
Die nördlichste Rheinquerung Düsseldorfs wird schon bald nicht mehr Flughafenbrücke heißen, sondern nach Joachim Erwin, dem im Mai verstorbenen Oberbürgermeister, benannt werden. Das jedenfalls hat Landesverkehrsminister Oliver Wittke (CDU) gestern in Aussicht gestellt. Die Idee sei vor einiger Zeit vom CDU-Landtagsabgeordneten Olaf Lehne an ihn herangetragen worden, und er werde sie aus voller Überzeugung unterstützen, sagte Wittke. Lehne hatte sich vorab mit einer ganzen Reihe von Brauchtumsvertretern und Parteifreunden abgesprochen und war auf breite Zustimmung gestoßen. Von wem die Idee ursprünglich stammt, ist nicht eindeutig, offenbar entstand sie aus dem Gedanken, Erwin mit einem angemessenen Akt zu ehren.
Wittke bestätigte gestern, in jüngster Zeit einige Briefe mit dieser Anregung erhalten zu haben. Tatsächlich haben Vertreter der Schützen, verschiedener Heimatvereine und führende Karnevalisten an den Minister geschrieben und gemeinsam dafür geworben, die Brücke nach Erwin zu benennen. Die Jonges wollen sich ebenfalls dafür stark machen, sagte gestern Jonges-Baas Gerd Welchering. Sein Brief an Wittke sei unterwegs, er gehe davon aus, dass seine Vorstandskollegen und die Jonges das Vorhaben gutheißen.
Hille Erwin hat zugestimmt
Auch mit Erwins Witwe Hille hat Wittke bereits gesprochen. Sie begrüße den Gedanken, sagte sie. Innerhalb der nächsten paar Tage werde es ein weiteres Gespräch geben, erklärte Wittke. Dabei wolle man letzte Einzelheiten klären.
Der Minister weiter: Erwin sei nicht nur der Oberbürgermeister Düsseldorfs, sondern ein Aushängeschild für ganz NRW gewesen. Dass sich die Landeshauptstadt als erfolgreiche Kommune präsentieren konnte, sei vor allem Erwins Verdienst gewesen. Vor seiner Amtszeit sei Düsseldorf „unter Wert“ regiert worden, sagte der Minister, der bereits zu seinen Zeiten als Gelsenkirchener Oberbürgermeister mit Erwin kooperierte.
Wittke, der zur Zeit auf Reisen ist, wird nächste Woche einen Brief an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) schreiben. Denn die Betreuung und Namensgebung von Autobahnbrücken untersteht dem Bund. In diesem Brief, so Wittke gestern, wird er dem Bundesminister den Wunsch der Düsseldorfer Brauchtumsvereine vortragen und auch klarmachen, dass nicht nur er, sondern die gesamte Landesregierung die Namensgebung begrüßt. Normalerweise stimme der Bund solchen Wünschen zu, sagte Wittke. Und es gebe ja auch keinen Grund, dem zu widersprechen.
Bei allem Streit auf politischer Ebene habe er, Wittke, immer einen guten Draht zu Erwin gehabt und sei daher von der Absicht angetan, ihn mit der Benennung der Brücke zu ehren. Die Namensgebung könne schon bald umgesetzt werden. Sobald ein Bescheid aus Berlin komme, könne sie vollzogen werden.
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