Grüne wollen Protest bündeln: Bürgerinitiative gegen Kraftwerk geplant
zuletzt aktualisiert: 11.05.2007Düsseldorf (RPO). Die Grünen wollen den Protest gegen das geplante Steinkohlenkraftwerk auf der Lausward bündeln und eine Bürgerinitiative gründen. Das wurde auf einer Mitgliederversammlung der Partei im Grundsatz beschlossen. Durch eine Initiative könne mehr Druck gegen das Kraftwerk gemacht werden, könnten Forderungen nach einem alternativen Energiekonzept größeres Gewicht bekommen, so die Meinung der Mitglieder.
Da die Stadt Düsseldorf nur 25,1 Prozent der Anteile hält, könnte der Rat der Stadt das Projekt nicht stoppen. „Wir müssen also die Öffentlichkeit mobil machen“, so Grünen-Vorstandssprecherin Mona Neubaur.
Sie rechnet mit einem Zulauf zur Initiative. „Bereits jetzt haben wir Anfragen von Bürgern, die sich Sorgen wegen Lärm, Feinstaub und CO2-Ausstoß machen“, so Neubaur. Sie wohnten nicht nur in der Nähe des Hafens in Bilk und Unterbilk, sondern auch im Linksrheinischen, in Derendorf und Pempelfort. Und die Grünen wollen Kontakt zu Bürger-Initiativen aufnehmen, die in anderen Städten gegen Kohlekraftwerke kämpfen.
Der Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (Bund) beabsichtigt ebenfalls, eine Bürgerinitiative unterstützen. Er hält den Bau großer, zentraler Kraftwerke für ein veraltetes Energie-Konzept. Umweltbewusste Bürger müssten deutlich machen, dass sie dezentrale, kleine Blockheizkraftwerke und den Einsatz erneuerbarer Energien wünschten. Die öffentliche Diskussion könne deutlich machen, dass die zusätzlichen Schadstoffe eines Kohlekraftwerks nicht gerechtfertigt seien“, so der Bund-Vorsitzende von NRW, Dirk Jansen.
Zum Start der Bürgerinitiative planen die Grünen eine Informationsveranstaltung, in der sie noch einmal die ihrer Meinung nach großen Nachteile eines Kohlekraftwerkes darlegen wollen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







