Düsseldorfer Filmpreis 2004: Campino ehrt Wim Wenders
zuletzt aktualisiert: 22.01.2004 - 17:35Düsseldorf (dto). Dass der Filmpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf in diesem Jahr an den renomierten Regisseur und gebürtigen Düsseldorfer Wim Wenders geht, ist schon seit Herbst bekannt. Jetzt hat sich Wenders für Vergabe des so genannten Helmut-Käutner-Preises am übernächsten Wochenende einen ganz besonderen Redner gewünscht und der hat auch schon zugesagt. Campino, der Frontmann der Punk-Rockband "Die Toten Hosen", wird zum ersten Mal im Plenarsaal des Düsseldorfer Rathauses am Rednerpult stehen, um Wenders zu ehren.
In der Begründung der Jury zur Preisverleihung heißt es unter anderem: "Mit Wim Wenders würdigt Düsseldorf einen Filmregisseur, der über Jahrzehnte die deutsche Filmkultur geprägt hat und sie international bekannt machte. Es gelang ihm, mit seinen in Deutschland wie in Amerika entstandenen Filmen eine eigene Handschrift zu entwickeln und zu bewahren." Der mit 8.000 Euro dotierte Preis, der 2004 zum zehnten Male verliehen wird, erinnert an den ebenfalls in Düsseldorf geborenen Regisseur Helmut Käutner (1908 Düsseldorf - 1980 Castellina, Italien). Erste Preisträgerin war 1982 die Filmhistorikerin und -publizistin Lotte Eisner. Ihr folgten unter anderem Wolfgang Staudte, Bernhard Wicki und Hildegard Knef.
Wim Wenders wurde am 14. August 1945 in Düsseldorf geboren. Zu seinen bekannten Filmen zählen: "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" (1971), "Falsche Bewegung" (1974), "Im Lauf der Zeit" (1975), "Der amerikanische Freund" (1976), "Der Stand der Dinge", (1982), der ihm unter anderem in Venedig den Goldenen Löwen brachte, und "Paris, Texas" (1984), ausgezeichnet mit der Goldenen Palme in Cannes und bis dato größter Publikumserfolg. Mit "Der Himmel über Berlin" (1987) realisierte Wenders einen weiteren Erfolgsfilm. Und mit dem 1999 entstandenen Dokumentarfilm "Buena Vista Social Club" löste er eine weltweite Salsa-Bewegung aus.
Das Düsseldorfer Filmmuseum würdigt Wim Wenders anlässlich der Preisverleihung mit einer kleinen Ausstellung; sie ist vom 27. Januar bis 19. Februar im Foyer des Museums, Schulstraße 4, zu sehen. Darüber hinaus präsentiert das Black-Box-Kino im Filmmuseum eine Retrospektive seiner Filme (19. Januar bis 25. Februar).
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