Karneval: CC: Viel Lob - wenig Kritik
zuletzt aktualisiert: 14.04.2010 - 18:13Das war eine richtig schöne Veranstaltung für die Damen und Herren des CC. Man lobte sich gegenseitig, klopfte sich auf die Schulter und fand (fast) alles prima in der zurückliegenden Session. Dabei sollte es eigentlich eine „Manöverkritik” sein. Kritik? Da wurde Brisantes aus der Session unter den Teppich gekehrt.
Zum Beispiel das Verhalten des Prinzenpaares vor und nach den Auftritten. Dass Dirk und Janine (damals noch mit anderen Partnern verheiratet) sich offenbar sehr nahe gekommen waren, hatte mitten im Karneval für Schlagzeilen gesorgt und beinahe sogar dazu geführt, dass das CC das Paar aus dem Verkehr gezogen hätte.
Oder die Prügelei eines Teiles der Adjutantur des Prinzenpaars mit einer auswärtigen Garde, die zu einem Eklat führte, für den sich CC-Präsident Engelbert Oxenfort offiziell entschuldigte.
Kein Wort auch zum Dauerthema Glasbruch in der Altstadt nach dem Rosenmontagszug. Einer der Teilnehmer: „Ich hätte doch ein bisschen mehr Pfeffer erwartet.” Stattdessen das Wort von Engelbert Oxenfort: „Wir alle können stolz sein auf unseren Karneval.”
Kritik übten die Jecken allerdings da, wo es um ihre eigene Vereinskasse ging. 111 Euro ab dem 3. Prinzenpaar-Besuch (abgesehen von sozialen und karitativen Veranstaltungen) mussten sie zahlen.
CC-Geschäftsführer Jürgen Rieck: „Die Gebühr galt nur für die Session 2010.” Rainer Lieverscheidt, Präsident der Ehrengarde, fand es überhaupt nicht gut, dass er und seine Garde seit Jahren bei Prinzenkürung und TV-Sitzung immer nur in der letzten Reihe sitzen. „Da muss man doch wechseln, so dass jeder Verein mal bessere Plätze bekommt. Im nächsten Jahr bin ich nicht mehr dabei.”
Zu Recht gelobt wurde Stefan Kleinehr wegen der von ihm moderierten „Fernsehsitzung der Extraklasse” (Oxenfort). Dickes Kompliment auch für Jacques Tilly, der in seinen Rosenmontagswagen immer wieder aktuelle Themen aufs Korn nimmt.
Der CC-Präsident: „Er hat sein überragendes Können wieder einmal unter Beweis gestellt.” Erschrocken waren viele über die Ausgaben für die Beseitigung des Mülls nach dem Rosenmontagszug. Rieck: „Dafür haben wir 25 000 Euro gezahlt.”
Vielleicht denken die Karnevalisten darüber nach, wie sie den Müll einschränken können.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





