Moschee am Rather Bahnhof: CDU-Politiker fordert klare Linie zu Moscheen
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 20.09.2007 - 08:49Düsseldorf (RPO). Angesichts der Diskussion um die geplante Moschee am Rather Bahnhof fordert der CDU-Politiker Christian Rütz, Mitglied des Integrationsausschusses, von Stadtverwaltung und Politik, eine einheitliche Linie bei Moschee-Bauten zu finden. „Ob man es mag oder nicht“, sagt Rütz, „es ist schlicht eine Folge der Zuwanderungspolitik und der demografischen Entwicklung, dass es in Zukunft in Düsseldorf mehr muslimische Gotteshäuser geben wird.“
Wie berichtet hat der 40 Mitglieder zählende marokkanische Eltern- und Jugendverein den rund 500 Quadratmeter großen Rather Bahnhof im Januar gekauft und möchte dort einen neuen Gebetsraum einrichten. Die bisherigen Räume des Vereins an der Westfalenstraße 88 sind zu klein geworden. Auch Frauen und Jugendliche sollen künftig eigene Gebetsräume bekommen. Doch der Plan stößt auf Widerstand. Nachbarn und die CDU-Ratsfrau Sylvia Pantel sehen die Gefahr der Überfremdung.
Rütz kritisiert die Stadt, die offenbar von solchen Diskussionen völlig überrascht werde. So habe die Verwaltung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Stadtbezirk 8 geantwortet, dass es in Eller und Lierenfeld keine Moschee-Vereine gebe, obwohl dort Hinterhof-Moscheen existieren. „Über eine inhaltliche Ausrichtung der Vereine ist oft noch wenig bekannt“, so Rütz. Deshalb sei es positiv, dass Polizeipräsident Herbert Schenkelberg mit seiner Islam-Konferenz diese Lücke fülle und die Muslime zur Verfassungstreue anleiten wolle. Auch der marokkanische Verein gehört zu den Unterzeichnern dieser „Düsseldorfer Erklärung“.
Kein Raum für Radikale
Rütz hält Hinterhof-Moscheen der Integration für genauso wenig dienlich wie „muslimische Sakralbauten nach Kölner oder Duisburger Vorbild“. Dadurch würden die möglichen Vorbehalte der Bürger noch verstärkt.Verwaltung und Politik seien in der Pflicht, bebauungsplanrechtliche Vorgaben konsequent durchzusetzen.
Zudem müssten Wege gefunden werden, um im Genehmigungsverfahren alles zu unternehmen, damit radikale oder nationalistische Moschee-Vereine in Düsseldorf keinen Raum bekämen.
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