„Bonjour Russland“: Conzen rahmte Eremitage-Kunstwerke
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 08.01.2008 - 09:08Düsseldorf (RPO). Einen solchen Auftrag erhält man nicht alle Tage. Also ist Friedrich Conzen der Stolz deutlich anzumerken, mit dem er über diese Arbeit spricht: Eigens zur Ausstellung „Bonjour Russland“ war Conzen gefragt worden, ob er vier Werke aus der St. Petersburger Eremitage kurzfristig rahmen könnte.
Conzen: „Dann kam Albert Kostenevich, ein Vertreter des russischen Museums, zu uns, begleitet von Janina Wegner-Keres, einer Mitarbeiterin des museums kunst palast, die russisch spricht. Mit denen haben wir dann verhandelt, um welche Bilder es sich handelt und wie wir sie rahmen sollen.“
Die Bilder sind „Gitarre und Geige“ (Pablo Picasso), „Mädchen am Klavier“ (Paul Cézanne), „Landschaft mit pflügenden Bauern“ (Theodore Rousseau) und „Rotes Zimmer“ (Henri Matisse). Diese vier Werke waren als einzige aus der russischen Sammlung ohne Rahmen nach Düsseldorf gekommen. Den Grund dafür kennt Conzen nicht.
Die Firma bekam die Bilder auch nicht im Original zu sehen oder gar für die Rahmung zur Verfügung gestellt: Es gab nur Fotos und die exakten Maße der Stücke. Danach musste gearbeitet werden. Erschwerend außerdem: Man hatte nur vier Tage Zeit dafür. Aber den Fachleuten des auf Rahmungen hochwertiger Kunst spezialisierten Unternehmens erfüllten den Auftrag ohne Probleme und fristgemäß. Die Rahmen sind nach Aussage Conzens klassische Muster in Machart und Farbe, belegt mit echtem Blattgold von 23 Karat. Den Umfang des Auftrags beziffert er mit „einigen tausend Euro“.
„Für unsere Firma ist dieser Auftrag natürlich eine große Ehre,“ sagt Friedrich Conzen. Und er hofft, dass die Bilder, die bald wieder in der Eremitage sein werden, auch künftig die in Düsseldorf gefertigten Rahmen haben.
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