Extrarunde für Lastwagen: Corneliusstraße wird für Laster gesperrt
zuletzt aktualisiert: 17.02.2005 - 08:39Düsseldorf (dto/RP). Es wird ein schwieriges Unterfangen: Um die Luftbelastungen auf Düsseldorfs meistbefahrener Straße, der Cornelisstraße, zu verbessen, müssen Lastwagen ab Freitag auf andere Routen ausweichen. Die Brummis sollen die Innenstadt weiträumig umfahren. Entsprechende Schilder sind bereits aufgestellt.
Bereits seit Jahren hat die Cornelissstraße, oder besser deren Anwohner, ein Problem. Die Luft ist zu dreckig, denn die Konzentrationen von gesundheitsgefährlichem Dieselruß sowie Feinstaub sind zu hoch und sollen durch die jetzt eingeleiteten Maßnahmen reduziert werden. Mehr noch: Die Feinstaub- und Dieselruß-Werte haben bereits den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert überschreiten.
"Es fahren nach unseren Zählungen pro Tag etwa 240 Lastwagen über die Corneliusstraße. Das ist nicht viel. Aber sie steuern rund 40 Prozent der Schadstoffe bei", sagt Roland Hahn, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement gegen über der RP. Deswegen sollen Lastwagen ab Werstener Kreuz nicht über Bilk, sondern über Südring, Völklinger Straße, Rheinufertunnel, Cecilienallee, Homberger Straße und Danziger Straße fahren.
Nur zum Anliefern dürfen Brummis noch in die Innenstadt abbiegen und müssen das bei Verkehrskontrollen mit entsprechenden Frachtpapieren nachweisen. „Wir wollen die Wirtschaft nicht lahm legen und die City abriegeln. Aber die Lastwagen sollen so lange wie möglich auf den großen Verkehrsachsen bleiben“, so Hahn und setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit Spediteuren. einige spediteuere hätten bereits zugesagt, in Navigationssystemen der Lastwagen von vornherein eine Strecke an der City vorbei anzuzeigen.
Ob die Maßnahmen auch wirklich greifen, soll in den kommenden Monaten durch Verkehrszählungen überprüft werden. Inwieweit die Luft wirklich besser wird wird an der Messstation Corneliusstraße/Ecke Kirchfeldstraße abzulesen sein. Außerdem soll die Corneliusstraße künftig regelmäßig mit Wasseer abgespritzt werden, in der Hoffnung, dass Ruß und Stäube im Gully landen.
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