Kirchturm in Pempelfort: Dachteile stürzen 60 Meter in die Tiefe
zuletzt aktualisiert: 23.11.2009 - 13:43Vom Dach der Sankt Rochuskirche haben sich am Morgen mehrere Bleche gelöst. Verletzt wurde durch die herabstürzenden Dachteile niemand. Diese hatten sich vom Dach des Turms gelöst. Die Polizei sperrte umgehend die Straßen rund um den Turm. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im morgendlichen Berufsverkehr.
Ein Drehleiterwagen und die Polizei rückten nach dem Notruf der Kirchengemeinde nach Pempelfort aus. Die Beamten sahen an dem etwa 60 Meter hohen Turm lose Bleche im Wind wehen. Sturmböen hatten die Dachverkleidung gelöst.
Für die 30 Meter lange Drehleiter war der Einsatzort zu hoch, so dass die Kollegen der Höhenrettung angefordert wurden. Fünf speziell ausgebildete Retter stiegen samt Bergsteigerausrüstung die enge Wendeltreppe des Turms hinauf.
Gesichert an einem Seil kletterten zwei Spezialisten auf das nasse und rutschige Kupferdach. Um sicher an die Unglücksstelle zu gelangen, mussten sich die Höhenretter immer wieder mit kleineren Seilen an Haken befestigen.
Drei Bleche, jedes einen Meter lang und 40 Zentimeter breit, wurden schließlich vom Dach gelöst und in den Turm gereicht. Weitere Bleche wurden mit Schrauben fixiert.
Nach zweieinhalb Stunden konnte Entwarnung gegeben werden. Die Bleche waren gesichert und die Kletterer wieder im Turm angelangt. Die Polizei hob die Straßensperrung gegen 11.30 Uhr auf.
Die Kirchengemeinde beauftragte unterdessen für Reparaturarbeiten einen Dachdecker. Eine genaue Schadensbilanz kann zur Stunde noch nicht errechnet werden.
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