Straße durch den Hofgarten: Das sagen die Leser
zuletzt aktualisiert: 27.01.2010 - 11:23Der geplante Bau einer Interimsstraße durch den Hofgarten, für den 24 Bäume gefällt werden müssen, hat auch viele Leser empört. In den Kommentaren unter den Artikeln zum Thema wurde über das Projekt Kö-Bogen und die geplanten Baumaßnahmen heftig debattiert. Lesen Sie hier, was unsere Leser geschrieben haben.
Einige Leser fühlen sich von der Stadt über die geplanten Maßnahmen nicht gut informiert: „Dreist und unverschämt“ findet beispielsweise User „loddabandi“ „an Teilen des Hofgartens die Säge anzusetzen.“ Davon sei in der Planungsphase, zumindest öffentlich, nicht die Rede gewesen. „Ein Bürgerentscheid hätte sonst möglicherweise anders entschieden, meint er.
Auch der Leser „Kaffeetrinker“ ärgert sich über die Pläne der Stadt und schreibt: „Denkmal – egal. Der Tausendfüßler ist ein Baudenkmal - und wird zerstört. Die Landskrone, der Hofgarten sind Landschaftsdenkmale - und werden zerstört.“
Für manche Leser kommt auch die Idee von Oberbürgermeister Dirk Elbers zu spät, in einem in der Nähe aufgestellten Pavillon über die Bauvorhaben zu informieren. Autor „DUSler“ schreibt hierzu: „Dieser Pavillon kann ja wohl nur eine Zusatzleistung sein. Es geht ja nicht an, dass selbst Kommunalpolitiker aus den BVs erst wenige Tage vor der Presse von einem solchen Bauvorhaben erfahren.“
Der Schreiber mit dem Namen „Subjektiver Beobachter“ kritisiert ebenfalls das Vorhaben der Stadt. „Nach wie vor halte ich persönlich vor allem die verkehrlichen Planungen - soweit der Öffentlichkeit zugänglich und bekannt - , gerade in Bezug auf den Nord-Süd- und den Ost-West-Tunnel für eine Katastrophe.“ „Subjektiver Beobachter“ kann allerdings die Verwunderung über die baulichen Veränderungen nicht verstehen. „Dass während der Bauzeiten Eingriffe bis hinein in den Hofgarten nötig werden würden, war doch schon länger klar“, schreibt er.
„Die Köbogen-Kritiker haben bemängelt, dass die Libeskind-Bauten bis an den Hofgarten heran geführt werden. Folglich war eine Verlagerung der Straße absehbar, solange der Tunnelbau abgeschlossen nicht ist“, schreibt auch ein Autor namens „hering“.
Neben vielen Kritikern, die empört sind über die geplanten Eingriffe in die Gestaltung des Hofgartens, gibt es jedoch auch einige wenige Befürworter. So beschwert sich beispielsweise der Autor „Tiefkühlpizza“ über das „elendige Gejammer“. Seine Meinung: „Der Kö-Bogen wird einen momentan hässlichen Teil der Innenstadt enorm aufwerten. Das geht aber nicht von heute auf morgen, die Bauarbeiten brauchen Zeit - und auch Platz. Also ist das nur ein vorübergehender Zustand. Hinterher wird es besser sein als vorher. Ich freu mich drauf.“
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