In der Bibliothek: Das Uni-Café ist endlich fertig
VON STEFANIE WINKELNKEMPER - zuletzt aktualisiert: 26.08.2009 - 07:37Düsseldorf (RPO). Sechs Jahre alt sind die Pläne, in der Universitäts-Bibliothek ein Café einzurichten. Nach vielen Abstimmungsproblemen soll das "Ex Libris" nun eröffnet werden. Das Studentenwerk verspricht den höchsten Standard auf dem Campus und plant neue Angebote auf dem Klinikgelände.
Was lange währt, wird endlich eröffnet: In der kommenden Woche nimmt das Café "Ex Libris" in der Universitäts-Bibliothek den Betrieb auf. Hinter den Kulissen laufen die letzten Vorbereitungen. Eine Abdeckplatte, die Stühle und das Namensschild fehlen noch. Ansonsten strahlt das Objekt schon den Charme neuer Kaffee-Kultur aus. Vor einer Wand aus Glasmosaik thronen polierte Kaffee- und Espresso-Maschinen. Dieser Laden soll mehr zu bieten haben als andere Cafeterien auf dem Campus.
"Wir haben uns bewusst für einen höheren Qualitätsstandard entschieden, um alle Studenten anzusprechen", sagt Frank Zehetner, Geschäftsführer des Studentenwerks. Das heißt, es wird Wraps mit Lachs statt Brötchen geben. Sogar Champagner steht bereit, daneben aber auch der traditionelle Toast Hawaii. Die Preise sind entsprechend höher als in den übrigen Cafeterien, aber immer noch studentenfreundlich.
Denn der Betreiber des "Ex Libris" ist das Studentenwerk Düsseldorf, das keinen Gewinn erwirtschaften darf. Kalkulieren muss Geschäftsführer Zehetner dennoch und hofft auf mindestens 300.000 Euro Jahresumsatz. Eine Viertelmillion hat er in die Ausstattung des Cafés investiert. Ein Sonderfall, denn bei den Mensen übernahm bislang der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) als Eigentümer der Uni-Gebäude die Erstausstattung.
Offenbar waren auch die vielen Beteiligten an diesem Umbau der Grund, warum zwischen Idee und Eröffnung des Cafés sechs Jahre vergingen. Ein Mitspracherecht hatten in diesem Fall der BLB als Eigentümer, die Universität und Bibliothek als Nutzer sowie das Studentenwerk als Betreiber. Letztendlich kümmerte sich der BLB um Baumaßnahmen wie Boden, Wände und Rohrleitungen, das Studentenwerk um die Einrichtung.
Ab kommender Woche sollen zehn Mitarbeiter in zwei Schichten im "Ex libris" arbeiten. Geöffnet ist das Café täglich ab acht Uhr. Wochentags soll es um 22 Uhr schließen, samstags und sonntags um 20 Uhr. "Das kann sich aber auch noch ändern, je nachdem wie unser Angebot angenommen wird", sagt Zehetner. In jedem Fall stellt das Café eine Ausweitung des bisherigen Service dar, weil erstmals auch an den Wochenenden Hochschüler verköstigt werden.
Einen bitteren Beigeschmack hat der Umbau für die Studenten der FH. Sie trafen sich bislang an einem eigenen Kiosk im Gebäude der Sozialwissenschaften. Es liegt neben der Universitäts-Bibliothek und rentiert sich aus Sicht des Studentenwerks nicht als Parallel-Betrieb. Seit Anfang August sind die Rollläden des Kiosk geschlossen. Frank Zehetner lässt den Raum zum Lager für das "Ex Libris" umbauen.
"Das war immer ein Herzstück in diesem Gebäude. Ich weiß nicht, ob ich demnächst zwischen zwei Seminaren auf einen Kaffee bis in die Bibliothek laufe", bedauert Studentin Sabine Hastenrath (23). Ihre Freundin Kristin Peters (25) bestätigt, der Kiosk sei für viele FH-Studenten ein Treffpunkt gewesen. Das neue Café jedoch verspricht auch Vorzüge: Sobald die Baustelle des Oeconomicums fertig wird, sollen vor der UB Tische und Stühle aufgebaut werden.
Es gibt Kaffee im Sonnenschein. Und noch einen Plan hegt der Chef des Studentenwerks. Bis zum Jahresende möchte er die erste Caféteria auf dem Gelände der Uniklinik eröffnen, um Medizinstudenten und Gäste zu versorgen. Etwa 750.000 Euro Umsatz erhofft er sich von dem Projekt. "Nord I" soll das Café heißen, "Nord II" und "Nord III" könnten folgen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





