Olympia-Teilnehmer stellen modisches Outfit vor: Deutsche Sportler in "Top-Klamotten"
zuletzt aktualisiert: 17.05.2004 - 15:30Düsseldorf (ddp). Zumindest bei der Kleidung sind die deutschen Sportler bei den anstehenden Olympischen Spielen ein heißer Medaillenkandidat: "Wie sie sportlich bei der Olympiade in Athen abschneiden weiß ich zwar nicht. Aber was die Bekleidung unserer deutschen Olympioniken angeht, die ist medaillenverdächtig", sagte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Klaus Steinbach, am Montag bei der offiziellen Präsentation des modischen Outfits für die deutschen Teilnehmer an den olympischen Sommerspielen in Athen.
Auch Weitspringerin Heike Drechsler, die wie viele andere Spitzensportler als Modell auftrat, gab sich begeistert: "Das sind Top-Klamotten. Wir werden in Athen auffallen".
Schwimmer Christian Keller zeigte in einem khakifarbenen Anzug mit Panama-Hut für die offizielle Eröffnungsveranstaltung in der griechischen Hauptstadt noch deutlich mehr Zuversicht: "Die Kleidung ist das, was wir uns wünschen. Wir werden die beste und die bestgekleidetste Mannschaft in Athen sein", strahlte der Sportler, der auch als Modell eine gute Figur abgab.
Der 400-Meter-Läufer Ingo Schultz gab sich bei der Präsentation der Olympioniken-Kollektion in blauer leichter Hose und weißem Polo-Shirt ebenso zuversichtlich, wie die etwas wortkarge Speerwerferin Steffi Nerius, die lediglich meinte, sie hätte mit den "schönen Sachen" ein gutes Gefühl für die Olympischen Spiele.
Khaki, blau, weiß und apricot sind nach den Worten des ZDF-Sportmoderators und früheren Top-Eiskunstläufers Rudi Cerne die vorherrschenden Farben beim modischen Outfit der Athleten. "Jetzt fehlen für die Zeit vom 13. bis 29. August dieses Jahres für unsere Sportler nur noch die Farben Gold, Silber und Bronze", meinte Cerne im Blitzlichtgewitter von Fotografen und Kamerateams.
NOK-Präsident Steinbach meinte, die Sportler aus Deutschland würden "auch in punkto Design, Fashion und Ausstattung eine gute Figur im Ursprungsland der Olympischen Spiele" machen.
Für die komplette Kollektion der weiblichen Olympia-Mannschaft Deutschlands zeichnet in diesem Jahr die Firma Betty Barclay verantwortlich. Jede der etwa 250 Sportlerinnen erhält zwei komplette Outfits inklusive passender Schuh und ist damit von Kopf bis Fuß bestens ausgerüstet. Designerin Beate Katzalis sagte bei der Präsentation, alle Damen würden beim Einzug ins Athener Olympiastation in kurzem Mini-Rock erscheinen. Keine habe sich für die längere Rock-Variante oder Hose entschieden.
"Clima-Cool-Technologie" gegen die Hitze
Bei den in der griechischen Hauptstadt erwarteten bis zu 40 Grad heißen Temperaturen sollen Deutschlands Spitzensportler dennoch nicht ins Schwitzen kommen. Ein pflegeleichtes Baumwoll-Gewebe soll für ein angenehmes, super leichtes Tragegefühl sorgen. Die Firma adidas hat wird mit einer "ClimaCool-Technologie" die Körper der Athleten "zu jeder Zeit unabhängig von der Hitze auf einer optimalen Temperatur halten", versprach ein Sprecher des Unternehmens. Das gilt nicht nur für die Schuhe sondern auch für den etwas an die Uniform der Südstaaten-Offiziere im amerikanischen Bürgerkrieg erinnernden Präsentationsanzug.
Wenn die Olympioniken aus den alten und neuen Bundesländern bis zum Beginn der 28. Spiele der Neuzeit in Athen noch ein bisschen lockerer werden, dann könnte das ein schönes Bild abgeben. Nicht zuletzt wegen der an die olympische Flamme erinnernden Farbe von T-Shirts, Blusen, Röcken, Hosen und Krawatten. Und wenn es wider Erwarten im höllisch-heißen Athen im August mal die eine oder andere Olympia-Hoffnung der deutschen Athleten verregnen sollte, haben die Modefirmen sogar Regenjacken entworfen, die die Sportler mit im Gepäck haben.
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