CATS feierte Premiere im Capitol-Theater: Die Faszination der Katzen ist ungebrochen
zuletzt aktualisiert: 19.04.2004 - 08:50Düsseldorf (dto/RP). Nahezu ungebrochen scheint die Anziehungskraft der berühmtesten Katzen der Welt und des internationalen Top Ten-Hits "Memory". Seit Samstag setzt das Musical Cats aus der Feder von Andrew Lloyd Webber seine einzigartige Erfolgsgeschichte im Düsseldorfer Capitol-Theater fort. Das begeisterte Premieren-Publikum feierte die atemberaubende tänzerische, sängerische und schauspielerische Leistung der Darsteller sowie ein phantastisches Bühnenbild mit stehenden Ovationen. Mindestens bis Ende Juli scheint der Mond über dem Schrottplatz an der Erkrather Straße, wo sich Andrew Lloyd Webbers Katzen zum „Jellicle“-Ball treffen.
Inmitten von ausrangierten Autoteilen, Fahrradreifen, Regenschirmen, Mausefallen, Bierflaschen, Fischgräten und Kanalisationsrohren sitzt das Publikum und kann die jährliche Katzenversammlung miterleben. Katzenoberhaupt 'Alt Deuterminus'wählt in dieser Vollmond-Nacht diejenige Katze aus, der die Chance auf ein zweites Leben gegeben werden soll. Inbrünstig bestrebt, sich von ihrer besten Seite zu zeigen, erzählt jede Katze von ihren Stärken, Wünschen und Hoffnungen. In einer temperamentvollen Mixtur aus Jazz-, Pop- und Operetten-Sound, präsentieren sich romantische, theatralische, dramatische, komische und fantastische Katzen.
Da ist 'Gus', der Theaterkater, 'Gumbie', die dicke gemütlich Hauskatze, 'Rum Tum Tiger' der draufgängerische Rock’n’Roll-Kater, Bösewicht 'Macavety', der Zauber-Kater 'Mister Mistoffelees' und das kecke Pärchen 'Mungojerrie' und 'Rumpleteazer'. Schlüsselfigur ist 'Grizabella', die einst berühmte und wunderschöne Katze aus dem Show-Business, die heute abgetakelt und verzweifelt zum Jellicle-Ball der Katzen kommt. Ausgestoßen aus der Katzengemeinschaft, verhilft ihr erst die Weisheit von 'Alt Deuteronimus', die verlorene Anerkennung wieder zu erlangen. Sie ist es, die schließlich in einem wunderbaren Lichterschweif zum Katzenmond aufsteigt, um dort ihr zweites Leben zu beginnen.
Roter Teppich am Schrottplatz der Katzen
Nach dem Ball der Katzen wurde im Theater an der Erkrather Straße, abseits der Schrottplatzes, die gelungene Premiere bis tief in die Nacht gefeiert. Unter den Gästen zahlreiche bekannte und weniger bekannte Gesichter aus Show- und Musical Business, Politik und Wirtschaft. Schick im kleinen Schwarzen zog Juliette Schoppmann (Deutschland sucht den Superstar) die Blicke auf sich.
Das galt auch für die 19-jährige Chiaria Ohoven (ebenfalls in Schwarz mit roter Stola), die schon vor Beginn der Vorstellung auf dem roten Teppich ihrer Mutter Ute die Show stahl. Gemäß dem Katzen-Motto erschien Capitol-Geschäftsführerin Andrea Friedrich mit einem Leoparden-Jäckchen (aus Stoff), und auch Pelzcouturier Alfredo Pauli und seine Begleiterin trugen Wildkatzenmuster. Sonnengebräunt aus den USA zurück war Michael Holm , gut gelaunt der Ur-Düsseldorfer Manes Meckenstock . Sehen und gesehen werden lautete das Motto für manches Seifenoper-Sternchen.
Die Konkurrenz aus Aida mit Florence Kasumba und Mathias Edenborn war ebenso erschienen wie Ex-No-Angel-Sängerin Lucy Diakovska , die zurzeit in Köln die Hauptrolle in "Jekyll & Hyde" spielt. Anna Montanaro und Bernhard Bettermann ("Das Mädchen Rosemarie", im Club des Capitol) kamen sozusagen von nebenan. Und Musical-Regisseur Alex Balga sah viele Bekannte aus dem von ihm inszenierten Musical Miami Nights wieder. Lindenstraßen-Darsteller Andrea Spatzek (Gabi Zenker), Marianne Rogée (Isolde Pavarotti) und Hans Joachim Luger (Vater Beimer) hatten sich zwar noch kurz zuvor gesehen, amüsierten sich dennoch prächtig.
Cats sind immer wieder faszinierend
Auch wenn viele der Gäste Cats bereits in New York, London, Hamburg oder Berlin gesehen hatten, die Faszination der aufwendigen Bühnenbildes und der Kostüme zog alle erneut in den Bann. Die Düsseldorfer Inszenierung steht hinter denen an anderen Spielorten in keiner Weise zurück. Im Gegenteil: Für das Publikum in NRW haben sich die Produzenten etwas ganz Besonderes ausgedacht. In Düsseldorf wird ein noch niemals in Deutschland gespielter Cats-Song präsentiert. Zudem ist das gesamte Stück noch einmal komplett überarbeitet worden.
Kein Wunder, dassauch einige eingefleischte Cats-Fans ohne Karten zur Premiere gekommen waren um erfolgreich vor Ort noch eine unverkäufliche Premieren-Karte zu ergattern. Bisher haben sich 65 Millionen Zuschauer weltweit von Cats begeistern lassen. In Düsseldorf werden wohl noch einige Tausend dazukommen.
Von Stefan Felten
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.





