Victoria Beckhams Kurztrip nach Düsseldorf: Die Königin der Diven
VON ANNA WESOLOWSKI - zuletzt aktualisiert: 15.10.2008 - 19:41Stundenlanges Warten und dann das: Der Auftritt von Victoria Beckham vor dem Modeladen "Jades" dauerte nur wenige Minuten. Mit über einer Stunde Verspätung lächelte der Weltstar nur kurz in die Kameras, ließ ihre Fans sprichwörtlich im Regen stehen und machte ihren Ruf als Diva wieder alle Ehre.
Eigentlich hatte man von Victoria Beckham gar nichts anderes erwartet. Und trotzdem drängten sich die Schaulustigen und sämtliche Medien Deutschlands dicht an die Absperrung. Ihr gemeinsames Ziel: Nur einen Blick auf das Spice Girl zu erhaschen. Ein Autogramm oder gar Foto wäre schon das höchste aller Gefühle. Aber träumen darf man ja noch. "Ich stehe seit 16 Uhr hier und war wohl einer der ersten", so Sascha Löfhöfer, Fan der Spice Girls von Beginn an, der sich mit seiner Position in der ersten Reihe zumindest realistische Chancen ausmalte.
Bestens vorbereitet mit Stift und Fotoapparat wünschte er sich nicht sehnlicher, als das Posh ein Foto von ihr in einem Fotoband über die Girlgroup unterschreiben würde. Doch leider war er mit diesem Wunsch nicht alleine. Promifotografen und professionelle Autogrammjäger standen so manchem leidenschaftlichen Victoria-Anhänger am Mittwochabend im Weg. Und schreckten nicht davor zurück, die Ellbogen einzusetzen. Es wurde ohne Rücksicht gedrängelt und geschubst.
Genutzt hat es dennoch wohl niemanden. Mal abgesehen von ein paar blauen Flecken. Denn so schnell wie der Star mit neuer Igelkurzhaarfrisur aufgetaucht war, war er auch wieder verschwunden. Schnell ins Innere der Modekette "Jades", für die die Wahlamerikanerin nun Jeans mit königlichen Symbolen designt. Passend zu ihrem neuen Duft, rollte man für die Spielerfrau sogar ausnahmsweise keinen roten, sondern einen violetten Teppich aus. Alles lila für die Diva. Doch interessiert hat es sie scheinbar wenig. Wie sonst könnte man den fast schon fluchtartigen Gang zum Eingang bewerten?
"Und dafür haben wir jetzt über zwei Stunden hier gestanden und uns zerquetschen lassen", war nicht nur Annika Möldering sichtlich enttäuscht und auch ein wenig verärgert. Als hätten sie es geahnt, hatten schon viele der anfänglich Versammelten aufgegeben. Spätestens nachdem die Organisatoren zum wiederholten Male betäuerten, dass es höchstens noch zehn Minuten bis zum Eintreffen des Promis dauern würde, drehten einige gleich wieder um. Mehr als eine Stunde Verspätung sind eben selbst für eine Beckham eindeutig zu viel. "Für mich hat es sich gelohnt", strahlte zumindest Rene Schorn. Glück gehabt. Seine Sammlung wird nun durch ein Autogramm komplimentiert und damit tat er wohl den Griff des Tages.
Für fast genau so viel Aufruhr unter den Wartenden sorgte übrigens Ross Anthony. Anders als der eigentliche Star des Abends kümmerte er sich rührend um seine Fans. Vorbildhaft verteilte der Dschungelkönig Autogrammkarten, posierte für gemeinsame Fotos und schien gespannt auf Posh. "Ist es nicht besser so, dass sie nicht mehr singt, sondern jetzt Mode macht?", scherzte der Ex-Sänger, der so schon mal die erste Gemeinsamkeit für ein mögliches Gespräch gefunden hatte. "Damenjeans interessieren mich jetzt ja nicht allzu sehr, aber ich wollte Victoria unbedingt mal kennen lernen." Ob er dazu jedoch überhaupt Gelegenheit bekam? Bleibt bei den Starallüren des Spice Girls jedoch eher fraglich.
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