Friedensnobelpreis-Anwärterinnen: Die Nominierten aus Deutschland
zuletzt aktualisiert: 29.06.2005 - 16:01Hamburg (dto). 31 Frauen wurden der Initiative "1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005" eingereicht. 15 wurden als Kandidatinnen nominiert. Es sind in alphabetischer Reihenfolge:
- Schwester Lea Ackermann, Schwester des Ordens unserer lieben Frau von Afrika, Gründerin des Vereins Solwodi (Solidarity with Women in Distress) in Kenia zur Hilfe für Opfer von Menschenhandel und Prostitution;
- Seyran Ates, türkische Rechtsanwältin in Berlin, die gegen Zwangsehen und Ehrenmorde vorgeht;
- Judith Theresia Brand, Sozialarbeiterin in Freiburg, gründete 1999 die interethnische Begegnungsstätte Hareja für in Not geratene Frauen und Kinder aus Serbien und dem Kosovo;
- Maria Christine Färber, leitet für Caritas International in Nordalbanien ein Projekt für Frauen und Kinder aus Familien, die in Blutrachefehden verstrickt sind;
- Monika Gerstendörfer, Mitbegründerin und Geschäftsführerin der Lobby für Menschenrechte e.V. und Expertin für Netzwerke gegen sexualisierte Gewalt in Deutschland;
- Barbara Gladysch, gründete 1981 die Initiative "Mütter für den Frieden" und 1997 mehrere Therapiezentren "Little Star Points" für kriegstraumatisierte tschetschenische Kinder in Grosny;
- Heide Göttner-Abendroth, Philosophin und Matriarchatsforscherin, gründete 1986 die freie "Internationale Akademie Hagia" zur Unterstützung von Frauen, leitete 2003 in Luxemburg und 2005 in den USA die ersten beiden Weltkongresse für Matriarchatsforschung;
- Marianne Grosspietsch, Gründerin der Station "Shanti Sewa Griha" für Leprakranke in Katmandu, die derzeit mehr als 1200 Nepalesen betreut;
- Monika Hauser, Frauenärztin und Geschäftführerin der Frauenhilfsorganisation "medica mondiale", gründete 1992 in der bosnischen Stadt Zenica ein Therapiezentrum für vergewaltigte und kriegstraumatisierte Frauen;
- Karla-Maria Schälike, Heilpädagogin, gründete 1989 das Kinderzentrum "Nadjeschda" für behinderte Kinder in Kirgisien und 1992 einen Förderverein für das Betreuungsprojekt "Ümüt-Nadjeschda";
- Cathrin Schauer, seit zehn Jahren Streetworkerin und Sozialarbeiterin im Rotlichtmilieu an der deutsch-tschechischen Grenze und Gründerin der Organisation Karo e.V.;
- Bosiljka Schedlich, gründete 1991 in Berlin das "Südost Europa Kulturzentrum", das seither 30 000 Kriegsflüchtlinge aus Ex-Jugoslawien betreute;
- Karla Schefter, ehemalige OP-Schwester bei "Ärzte ohne Grenzen", leitet seit 15 Jahren das von ihr gegründete Chak-e-Wardak-Hospital in Afghanistan;
- Sabriye Tenberken, blinde Pädagogin, gründete 1998 die erste Schule für blinde Kinder in Tibet, heute Rehabilitations- und Ausbildungszentrum;
- Ruth Weiss, jüdische Journalistin und Buchautorin, die sich aktiv an Projekten zur Überwindung des Rassismus engagiert, darunter besonders im südlichen Afrika.
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