Filmkultur gefördert: Dieter Kosslick erhält Helmut-Käutner-Preis
zuletzt aktualisiert: 23.03.2007 - 12:31Berlinale-Chef Dieter Kosslick (58) ist am Freitag mit dem Helmut-Käutner-Preis der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) überreichte ihm die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung. Damit werde Kosslicks mehr als zwei Jahrzehnte währender Einsatz für die deutsche Filmkultur gewürdigt, hieß es in der Begründung.
Im Rahmen der von ihm verantworteten Filmförderung zunächst in Hamburg und später in NRW habe er gerade auch jungen Filmemachern eine Chance gegeben. Als Berlinale-Chef sei es ihm gelungen, dem deutschen Film das "dringend notwendige Schaufenster und damit eine große Wirkung im In- und Ausland" zu verschaffen.
Düsseldorf kennt Dieter Kosslick wie seine Westentasche. Viele Jahre war er Geschäftsführer der Filmstiftung NRW, hat hier den deutschen Film gefördert und jungen Filmemachern eine Chance gegeben. Inzwischen ist er in der Hauptstadt des deutschen Films angekommen, arbeitet als Leiter der Internationalen Berliner Filmfestspiele.
Der an Filmschaffende vergebene Helmut-Käutner-Preis wird 2007 zum elften Mal verliehen und erinnert an den in Düsseldorf geborenen gleichnamigen Regisseur (1908-1980), der mit Filmen wie "Die Große Freiheit Nr. 7" oder "Des Teufels General" bekannt geworden ist. Zuletzt hatte 2004 der Filmregisseur Wim Wenders die Auszeichnung erhalten. Weitere Preisträger waren die Schauspielerinnen Hildegard Knef und Hannelore Hoger sowie der Medienkritiker Rudolf Arnheim.
Der vom damaligen Leiter des Filmforums und Begründer des Filmmuseums Landeshauptstadt Düsseldorf, Klaus G. Jaeger, ins Leben gerufene Helmut-Käutner-Preis ist eine Auszeichnung und wurde zur Erinnerung an den in Düsseldorf geborenen Regisseur Helmut Käutner, dessen Engagement und geistige Unabhängigkeit in einer Zeit der Unterdrückung als beispielhaft gelten können, nach ihm benannt.
Außerdem ist Helmut Käutner in hohem Maße das Wiederaufleben des deutschen Films der Nachkriegszeit zuzuschreiben. Ausgezeichnet werden laut Satzung "Persönlichkeiten, die durch ihr Schaffen die Entwicklung der deutschen Filmkultur nachdrücklich unterstützen und beeinflussen, ihr Verständnis gefördert und zu ihrer Anerkennung beigetragen haben".
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